Künstler von A bis Z:

Juan Alcón

Name: Alcón
Vorname: Juan
Lebensdaten: geboren 1937
Zu Leben und Werk: Juan Alcón wurde 1937 in Valencia geboren. Mit Stipendien sowohl von der Universität Valencia als auch von der «Fundacion Roig» absolvierte der bereits in jungen Jahren künstlerisch hochbegabte Alcón ein Kunststudium bei der «Real Academia de Bellas Artes de San Carlos de Valencia» (Königliche Akademie der Schönen Künste von San Carlos Valencia), einer der ältesten und angesehensten Kunst-Hochschulen Spaniens. Das Frühwerk von Alcón steht noch ganz unter dem Einfluss der Franco Diktatur. Doch von Anfang an nutzt der Künstler seine profunden Kenntnisse der klassischen Kunst, um seine eigene unverkennbare Handschrift in der Malerei zu entwickeln. Nach westlichem Verständnis der Malerei gilt ein Bild als Erläuterung und Andenken. Alcón setzt dieser Denkweise Struktur und Material entgegen, um Räumlichkeit zu gewinnen. Er benutzt Leinwand, Säcke oder Segeltuch, auf dem er mit Tinte, Acrylfarbe, Ölfarbe und Pastell arbeitet und verwendet in vielen Werken zum Beispiel Röntgenbilder, Kabel, Leder, Sand, Graphit, Metall-Feilabfälle. Alles hat seine eigene Sprache - die Materie, die geometrische Form, die Textur, der Riss und jeder einzelne Pinselstrich. Löcher, Einschnitte oder absichtliche “Zerstörung“ der Leinwand sind weitere Elemente, die dem Werk Originalität, Ausdruckskraft und eine unglaubliche Tiefe und verleihen. Den Elementen des abstrakten Expressionismus und des Informalismus setzt der Künstler die mit äußerster Genauigkeit vorgetragenen Elemente des Figürlichen gegenüber. Dadurch entsteht eine Synergie aus absoluter Präzision und der freien Interpretation von Gefühlen, die das gesamte Spektrum künstlerischen Schaffens in der Malerei umfasst. Schon in jungen Jahren wird der Künstler übersät mit Auszeichnungen und Preisen. Hier nur die wichtigsten: - 1956: Goldmedaille der Universität Valencia sowie 10 weitere nationale Preise Goldmedaille und Ehrenpreis auf dem “IV Salon in Benimar“ - 1957: Silbermedaille auf der “EXMA“ - 1958: 1. Preis der Kunsthochschule “Escuela de Pintores de Paular“ Stipendium für 2 Jahre von der Stadt Valencia - 1959: Auszeichnungen der “Premio Ateneo“ und des “Salons de Otono“ - Prämie der Stadt Sevilla - vom Vatikan in Rom wird der Künstler mit mehreren Werken beauftragt, Fresken von Heiligen zu malen. - Ausstellungen in Madrid, Barcelona, Sevilla, San Sebastian, Alicante, Valencia, Bilbao, Segovia, Murcia, Menorca, Mallorca Von 1960 bis 1963 lebt und arbeitet Juan Alcón in Paris. - 1960: Stipendium der französischen Regierung (!) - Ausstellungen in Paris, Nantes, Cannes, Antibes, Nice Charles de Gaulle, der damalige französische Staatspräsident wird ein großer Liebhaber und Sammler von Alcóns Werken. Von 1965 bis 1970 lebt der Künstler in Deutschland, wo er auch heiratet. - 1966: Kunstpreis und Prämie der Stadt Frankfurt - 1968: Auszeichnungen durch das “Haus der Kunst“ in München - Ausstellungen in Frankfurt, München, Mülheim, Köln 1970 kehrt Alcón nach Spanien zurück. Er lässt sich auf Mallorca nieder, wo er noch heute lebt und arbeitet. - 1972: Auszeichnung auf der “Exposición Nacional“ sowie je 1 Goldmedaille “International de Pollensa“ und “International de Calviá“ - 1973: Auszeichnung und Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Palma de Mallorca - 1976: Alcón repräsentiert Spanien auf der internationalen Ausstellung “Phantastischer Realismus“ in Wien und erhält den 1. Preis. Seine Ausstellungen in den 80er bis Mitte der 90er Jahre waren weltweit große Erfolge. Neben Spanien, Frankreich und Deutschland waren einige seiner wichtigsten Stationen New York, London, Rom, Wien, Caracas, Stockholm u.v.a. Nach einem schweren Schlaganfall wird es ruhiger um den großen Künstler. Anfangs ist nicht absehbar, ob er je wieder wird malen können. Doch sein Leben ist die leidenschaftliche Hingabe an die Malerei. Die Schaffenskraft des heute 72-jährigen ist ungebrochen und 3 Jahre nach dem Schlaganfall malt er wieder, intensiver und kraftvoller als je zuvor. Alcóns Malerei hat eine symbolische Innerlichkeit, ganz persönlich dargestellt mit Hilfe seiner meisterhaften Schattierungen, seiner außergewöhnlichen Empfindsamkeit und seiner Fähigkeit der Veredelung. Die bewanderte Technik ist vollendet und locker. In ihr harmonieren Struktur und Strich, Transparenz und Fülle, äußerste Genauigkeit und formlose Freiheit. Die Farbenreinheit ist makellos und durchdrungen von Lyrik und Empfindungen aus einer magischen Traumwelt. Jedes seiner Werke zeichnet sich durch eine hohe künstlerische Qualität, eine erlesene Reinheit ja zeitlose Schönheit aus. Egal welches Motiv er wählt, stets bringt er die Seele -das SEIN- aus seinem eigenen tiefsten Inneren mit auf die Leinwand. Das Betrachten seines Werkes lädt den Verstand ein zum Denken, das Herz zum Fühlen und Empfinden – Was bleibt ist der Eindruck eines tief greifenden Verstehens... Von seinen Gesichtern bleibt der Ausdruck. Von seinen Augen der Blick. Von seinen Blumen der Duft. Von seinen Bäumen das Alleinsein. Von seinen Landschaften die Magie. Von seinen abstrakten Werken die allumfassende Kraft und Harmonie. Der Name Juan Alcón und seine Kunst knüpfen nahtlos an die großartige Tradition der spanischen Malerei in der Vergangenheit an. Er gehört zu den Protagonisten des spanischen Informalismus, jener Welle der Erneuerung in der Malerei, die Mitte des letzten Jahrhunderts auf ganz Europa übergriff. Genauso eng verknüpft ist sein Name mit der Kunst des “Phantastischen Realismus“, die er wie kaum ein anderer beherrscht. Mit seinem Werk gelingt dem Künstler die Vereinigung des Gegensätzlichen in harmonischem Einklang.
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