Künstler von A bis Z:

Erik Bersou

Name: Bersou
Vorname: Erik
Lebensdaten: geb.1953 Elfenbeinküste
Zu Leben und Werk: Erik Bersou wurde 1953 in Abidjan (Elfenbeinküste) geboren. Er widmet sich der Malerei und zwar bis zu seiner Ausbildung bei einem Kupferstechermeister, der ihm sein „Know-how“ beibringt und ihm ein neues Ausdrucksmittel entdecken lässt, nämlich die Radie-rung. Er studiert Kunst an der Ecole Supérieure des Arts Décoratifs von Paris in der Klasse „Graphische Kunst“ und erhält dort 1978 sein Abschlussdiplom. Der junge Künstler unterrichtet in der Folge graphische Kunst und Zeichnung. 1988 eröff-net er eine Werkstatt für Serigraphie in Alencon (in der Normandie). 1990 absolviert er eine Ausbildung als Typograph. Seit mehr als zwanzig Jahren ist Erik Bersou als Graphiker, Maler, Typograph, Buchillustrator und Verleger von bibliophilen Ausgaben (Andrée Chedid, André Malartre, Louis Chedid, Jean-Pierre Crespel, usw.) tätig. Sein Interesse für Tiefdruckverfahren und seine Beherrschung derselben erlauben es ihm, seine Gefühle mit großer Intensität graphisch darzustellen. Er ist von seinen in der Ver-gangenheit erlittenen Wunden geprägt, die in seinen graphischen Arbeiten sichtbar werden. Seine schwarzen Abstufungen, seine reinen und ockergelben Farben zeigen starke Kontraste und verleihen seinen Werken ein solches Maß an Intensität, das sie zur Medita-tion anregen. Der Tiefdruck ist das Fundament seiner Werke. Mit dieser Technik versucht der Künstler, die Zwänge der Zweidimensionalität zu überwinden und seinen Werken Tiefe zu verleihen und der Materie mehr Ausdruck zu geben. Zu diesem Zweck kratzt er die Oberfläche an und fügt aus Marmorstaub gewonnene Pigmente hinzu. Sein Werk ist ehrgeizig und ohne Zugeständnisse dem Betrachter gegenüber. Er will das Unsagbare verkünden, den Spiegel des Scheins jenseits der Darstellungen der Realität durchdringen, um eine andere Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen, nämlich die, die das Wesen selbst unserer Emotionen ausmacht. Zwischen Materie und Geist, zwischen ge-setztem und befreitem Raum ritzt Erik Bersou Graffiti ein, Schatten- und Lichtspiele, Öff-nungen für den absichtlich provozierten Unterschied. Seit kurzem greift er auf ein anderes Medium zurück, und zwar auf das Glas; dadurch erreichen seine Werke eine dramatische Intensität, bei der die Technik sich mit der Spontaneität der Geste verbindet. 2003 lässt sich der Künstler in Cerences (Normandie) nieder und verbringt seine Zeit so-wohl mit künstlerischer Tätigkeit als auch mit Teilnahme am örtlichen Leben. Er gründet „Gravos Press“, einen kleinen Verlag, der sich die harmonische Begegnung von Schrift-stellern und Künstlern rund um die Dichtung gesetzt hat. „Gravos Press“ unter der Leitung von Erik Bersou, veröffentlicht Gedichtbände und bibliophile Ausgaben. Seit nun fünfundzwanzig Jahren nimmt er an zahlreichen Ausstellungen in Frankreich und im Ausland (Holland, Spanien, französisches Institut von Sevilla, Deutschland, Luxemburg, USA, Israel usw.) teil. Darüber hinaus ist er bei den bedeutendsten „Events“ der graphischen Kunst: SAGA Paris, Messe für graphische Kunst in Frankfurt, Stockholm, Krakau, Lineart in Gent, anwesend. Seine Werke sind sowohl in öffentlichen wie auch in privaten Sammlungen (Holland, Belgien, Südafrika, Kanada, Frankreich, FRAC von Bas-se-Normandie, FDAC im Departement Orne) vertreten.
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