Künstler von A bis Z:

Friedrich Alexander Großkopf

Name: Großkopf
Vorname: Friedrich Alexander
Lebensdaten: 1916 in Köln geboren, 1990 in Köln gestorben
Zu Leben und Werk: Abitur. Graphische Lehre. Studium der Kunstgeschichte und Philosophie. Soldat in der Wehrmacht bis 1942. Besuch der Kunstakademien in Düsseldorf und München. Studium an der Akademie der bildenden Künste zu Wien, Meisterschüler bei Professor Andri. Fresko- und Kirchenmaler und Anatomiemaler in Köln. Selbständiger Maler und Graphiker in Köln. Ausstellungsarchitekt für die Industrie. Gutachter für künstlerische Berufe. Der damalige Landeskonservator Dr. Josef Ruland hatte anläßlich einer Ausstellungseröffnung mit Bildern des Kölner Malers Friedrich Alexander Großkopf im Kreishaus Köln-Hürth am 4. Oktober 1981 zum künstlerischen Schaffen seines Freundes ausgeführt: &########8222;Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens von F. A. Großkopf steht zweifellos der Mensch. Es gibt noch Serien ganz bemerkenswerter Landschaftsbilder, aber der Künstler hat sie nicht in die Ausstellung eingebracht. Ihm geht es darum, das, was er für das Wesentliche seines Werkes hält, zu zeigen. Das Menschenbild des Künstlers ist das des Menschen in Bewegung. Seine Bilder erzählen vom Menschen unserer Tage, aber unter dem Aspekt der Freizeit, des Vergnügens und des Sports. Eisläufer, Matrosen, Tänzerinnen, Menschen als Schaulustige, als Müßiggänger am Strand, am Rheinufer, beim Karneval, im Schnee, als Musikanten, als Artisten, als Radsportler. Der Mensch wird von der Bewegung geformt, er verleiht umgekehrt seinen Bewegungen den unverwechselbaren Charakter seiner Persönlichkeit. Er wird, um ein Wort der deutschen Literatur aufzugreifen, erst dort richtig Mensch, wo er spielt, wo er spielen darf. Er wird gelöster in der bekannten heimischen Umgebung, die uns aus vielen Arbeiten Großkopfs entgegentritt. Eine solche Kombination vieler fröhlicher und schaulustiger Menschen in der heimischen Umgebung gibt es seit langem nicht mehr in der Malerei. Man muß schon weit zurückgehen in den bildlichen Darstellungen, um diese spontane Freude eines Künstlers an all dem Trubel um ihn herum wiederzufinden. Haben nicht die Niederländer des 16. Jahrhunderts ähnliche Erlebnisse gehabt? Wenn nach der Schule gefragt wird - und es wird danach gefragt, was soll man antworten: Soll man antworten, daß der im letzten Krieg versehrte Künstler in München, Düsseldorf und Wien die Akademien besuchte, daß er Meisterschüler von Professor Andri in Wien war? Daß er nach mühseliger Heimkehr ins Rheinland vor die Notwendigkeit des Brotverdienens gestellt wurde und unter abenteuerlichen Bedingungen arbeiten mußte, Tag und Nacht? . Schaufenster dekorieren, ein Warenhaus mit Graphik versorgen, für die Werbung der Industrie arbeiten, ehe er wieder malen konnte, wie es ihm vorschwebte, sagt das was? Ja - es sagt soviel, daß Großkopf das Leben bis in seine Tiefen hinein kennengelernt hat, und es sagt soviel, daß er weiß, wie notwendig Freude am Leben ist, um es durchzustehen. Großkopf hat sich selbst als positiven Realisten kategorisiert, jedenfalls ist er kein Naiver. Wer diesen Eindruck zu haben scheint, der sei auf die vielen Bewegungsstudien verwiesen, die in verschiedenen Serien als Zeichnungen vorgestellt werden. Minutiöse Arbeiten wie diese werden gewöhnlich von sogenannten naiven Malern nicht geleistet. Hier werden Einblicke in die Werkstatt des Künstlers geboten, hervorragend geeignet, die Entstehung einer Bewegung nachzugehen, ihren Variationen, die sich gebündelt in den großflächigen Ölgemälden zur Freude des Betrachters in einem bunten Gewirr von Menschen niederschlagen.&########8220; Ausstellungen: Wien, Brüssel, Düsseldorf, Köln, Berlin, London, Paris, Belgrad, Kempen, Karlsruhe etc. Zahlreiche Arbeiten befinden sich im öffentlichen und privaten Besitz. Siehe auch www.edition-fag.com
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