Künstler von A bis Z:

Helmut Etter

Name: Etter
Vorname: Helmut
Lebensdaten: * 6. Juni 1921 in Schaffhausen, Schweiz
Zu Leben und Werk: Helmut Etter

HELMUT ETTER: Biografie

Helmut Etter wurde am 6. Juni 1921 in Schaffhausen (CH) geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters übersiedelte die Familie nach St.Gallen. H.E. wächst in ärmsten Verhältnissen auf. Schon in der Realschule fiel er durch sein Mal- und Zeichentalent auf. Zunächst aber besuchte er die Gewerbeschule und schloss eine Installateurlehre ab. Ab 1943 ging er an das Lehrerseminar in Rorschach. Dabei hat er sich alles selber verdient und erarbeitet.

Nach einigen Jahren Tätigkeit als Lehrer beginnt er 1954 an der Universität Basel zu studieren. Es waren vor allem philosophische und naturwissenschaftliche Fragen, die ihn interessierten. Unter anderm studierte er bei Karl Jaspers (Existenzialphilosophie), Adolf Portmann (Biologie) und Wolf Heidegger (Verfasser eines Anatomie-Atlasses). Vor allem Letztgenannter inspirierte H.E. noch mehr zum Zeichnen und Malen.

1958 erwarb H.E. ein Rustico in Astano, einem abgeschiedenen Ort im Malcantone (Tessin), unmittelbar an der Grenze zu Italien. Im Laufe der Jahrzehnte wurde aus der baufälligen Hütte ein ansehnliches Gebäude, eingebettet in einen prachtvollen Garten und mit weiter Aussicht bis in die französischen Alpen. In vielen Bildern wird man erkennen, dass die Inspirationen dazu hier ihre Wurzeln haben. Und hier hat er bis heute hauptsächlich gemalt und geschrieben.

H.E. machte das Mittelschullehrerdiplom und doktorierte an der Universität Basel mit der Arbeit "Das Malcantone". Danach lehrte er an der Kantonsschule St.Gallen Biologie und Geografie. - 1964 reizte ihn die Forschung. Für rund acht Jahre wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Chemiekonzern Hoffmann-La-Roche in Basel. Hier verfasste er die Arbeit "Zur antidepressiven Therapie der atopischen konstitutionellen Neurodermitis".

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit wird jetzt aber die Malerei endgültig zu seinem wichtigsten Ausdrucksmittel. Wichtige Einzelausstellungen markieren sein endgültiges Einschwenken auf den bildnerisch-künstlerischen Weg: 1968 im Schloss Arbon und 1969 im Kornhaus Rorschach (beide am Bodensee). Zur Ausstellung in Rorschach erschien zudem ein umfangreicher Katalog.

1973 unternimmt H.E. eine Reise nach Äthiopien. 1975 erscheint im NZN-Verlag, Zürich, sein Buch "Der Mensch zwischen Chaos und Kosmos". Der Titel ist gleichsam programmatisch wie philosophisch. Hier sind Bilder mit eigenen Texten und Gedichten kombiniert.1980 produziert H.E. Schulfunksendungen, unter anderm über Picasso und Mandalas. Er veröffentlicht einen langen Beitrag im "Basler Magazin" und stellt 1981 wieder aus, diesmal im Tessin.

Eine wichtige Erfahrung war eine Indienreise (Kerala) 1983, wo er auch die "Fine Art School Trichur" besuchte. Unter diesem Aspekt sind viele seiner Mandala-ähnlichen Bilder zu verstehen. Im Kontrast zu Indien nannte er mir gegenüber einmal die westliche Zivilisation eine "Zu-Viel-Isation".

Seit den 90er-Jahren befindet er sich jedes Sommerhalbjahr in Astano. Hier gestaltete er auch Glasfenster und liess im Verlag Karl Engelburger (Stansstaad, CH) Kunstpostkarten drucken. In seinem Atelier in Astano gab er auch Mal- und Zeichenkurse. Im Winterhalbjahr wohnt und arbeitet er in Aesch BL (bei Basel).

Verschiedene Ausstellungen haben stattgefunden, in Schaffhausen, Basel, Solothurn, Locarno, Lugano, Ascona, Aesch, Luzern, u.a.. 1999/2000 fand in der Rosenbergklinik Heiden (Appenzell, Schweiz) eine grosse Ausstellung mit 100 Exponaten aus allen Schaffensperioden statt. Im Stadler Verlag, Konstanz, erschienen zwei Bücher: "Der Maler und Poet Helmut Etter" und "Tessiner Tage". Die bisher letzte Ausstellung war im Oktober 2004 in der Galerie Marco Zotti, St.Gallen.

  • Suche: zur Zeit keine Gesuche
nach Büchern über: 

Aktuelle Lose: (zu den Details: Losnr. oder Bild anklicken !)

Zur Zeit keine aktuellen Lose!