Künstler von A bis Z:

Ludwig Gies

Name: Gies
Vorname: Ludwig
Lebensdaten: 1887-1966
Zu Leben und Werk: Ludwig Gies war ein deutscher Bildhauer, Medailleur und Kunstprofessor. Seine Arbeiten sind durch flache und versenkte, häufig bizarr geschnittene Reliefs und einen teils kubistisch, teils spätexpressionistisch anmutenden Stil gekennzeichnet. Er ist durch Kleinplastiken aus Ton und Medaillen in Bronze hervor getreten. Von Gies entworfener Grabstein für Hans Böckler, Köln, Friedhof Melaten Von Gies entworfener Grabstein für Hans Böckler, Köln, Friedhof Melaten Bekannt wurden sein von Nazis zerstörtes Kruzifix für den Lübecker Dom (1921) und der von ihm entworfene Bundesadler im Plenarsaal des Deutschen Bundestags (1953), welcher, liebevoll "Fette Henne" genannt, in allen vom Bundestag genutzten Plenarsälen zu sehen war bzw. ist, auch im heutigen Sitz des Bundestags, im Reichstagsgebäude in Berlin. Ludwig Gies absolvierte seine Ausbildung bei Heinrich Waderé und Balthasar Schmitt in München. Ab 1912 arbeitete er dort freischaffend und erhielt 1918 eine Berufung nach Berlin als Lehrer an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. Dort leitete er die Klasse für Stempelschneiden und Modellieren für Goldschmiede und Ziselleure und ab 1924 an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst ( heute Universität der Künste Berlin) die Klasse für Plastik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten geriet er wegen seiner Loyalität zu regimekritischen und jüdischen Studierenden unter Druck; 1937 wurde er aus der Akademie der Künste gedrängt, 1938 aus dem Lehramt entlassen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war er in Berlin freiberuflich tätig. Von 1950-62 Professor für Bildhauerei an den Kölner Werkschulen und 1953 Ehrenmitglied der Akademie der Künste München. Zwischen 1959 und 1962 entwarf Gies die Fenster des Chors im Essener Münster. 1957 erhielt der bekennende Katholik aus der Hand des Bundespräsidenten Theodor Heuss das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ludwig Gies wurde auf dem Melaten-Friedhof in Köln beerdigt.
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