Künstler von A bis Z:

Matthias Kunkler

Name: Kunkler
Vorname: Matthias
Lebensdaten: 1957 geb in Borken, 1997 gestorben in Düsseldorf
Zu Leben und Werk: Kunkler studierte von 1979 bis 1985 freie Malerei bei Raimund Girke an der Hochschule der Künste in Berlin (West). Von 1984 bis zu seinem Tode lebte und arbeitete er in Düsseldorf. Seine künstlerische Arbeit wurde durch Stipendien unterstützt: M.K. war Stipendiat der Gesellschaft zur Förderung westfälischer Kulturarbeit, der Günther-Peill-Stiftung, des Atelierhauses Worpswede und des Morgner-Stipendiums der Stadt Soest. Sein Werk wurde in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u.a. in Aachen, Dorsten, Dortmund, Düren, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Goch, Groningen (Nl), Hannover, Kampen (Nl),Kassel, Krefeld, Kuusankoski (Finnland), Münster, Oberhausen, Paderborn, Recklinghausen, Reutlingen, Soest,Tokyo,Worpswede. In folgenden Sammlungen sind Werke von M.K. enthalten: * Ludwig-Forum (Aachen), * Leopold-Hoesch-Museum (Düren), * Kunstmuseum Gelsenkirchen, * Deutsche Bank - Stiftung, * Westdeutsche Girozentrale (WGZ – Bank, Düsseldorf), * Sammlung Ingrid und Werner Welle (Paderborn), * Sammlung Regina und Erich Krian (Dortmund). Hauptmaterial seiner Werke sind eine Vielzahl verschiedenartiger Papiere, die er in einem ersten Arbeitsgang bemalte unter Beachtung der Aspekte Struktur, Muster und Farbigkeit. Am häufigsten verwendete er Acrylfarben, aber er malte und zeichnete auch mit Buntstiften, Ölkreiden, Aquarellfarben u.a. In einem zweiten Arbeitsschritt schnitt, riss und faltete er die vorbereiten Flächen so, dass er sie collagenartig zusammensetzen konnte. Die so entstandenen Bilder hat er dann nochmals malerisch überarbeitet und zuletzt meistens auf der Rückseite mit Leinentücher verstärkt. Mit Acryl durchtränkte Leinentücher waren auch das Ausgangsmaterial für Reliefobjekte und sowohl Hänge - wie Standskulpturen. Dieses in-den-Raum-Greifen hat er bei etlichen Gelegenheiten sogar erweitert, indem er aus ihm zur Verfügung gestellten Räumen sozusagen begehbare Bilder machte. Wenn er sie wieder verlassen musste, hat er die vor Ort entstandenen künstlerischen Produkte nicht vernichtet, sondern in neue Bildräume verwandelt. Auch sie spielen in den realen Raum hinein, insofern sie "auslappen", über den Bilderrahmen hinweg sich erstrecken, oder Muster beinhalten, die zum Raum hin geöffnet sind. Uwe Rüth hat in seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung "Augenblicke der Freiheit" (Kunstverein Virtuell-Visuell, Dorsten 2006) von der Intention des Malers gesprochen, potenziell die ganze Welt malerisch zu verwandeln. Die Ästhetik seiner Werke wird von der Kunstkritik in einen Zusammenhang gebracht u.a. mit der Farbenwelt von Robert und Sonia Delaunay-Terk, der gestischen Malerei des Deutschen Informels, den Objekten von Frank Stella, der rhythmisierend-strukturierenden Malerei eines Jean-Paul Riopelle und den Bilder-Bühnen eines Howard Hodgkin. Solche Referenzen besagen aber nicht viel mehr, als dass M.K. sich für das weite Feld der abstrakten Malerei entschieden hatte, in dem er seine Werke neben denen der anderen einpflanzte und gedeihen ließ. Jeder, der sie einmal entdeckt hat, wird sie allüberall wiedererkennen.
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