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Madame Yevonde Cumber

Name: Cumber
Vorname: Madame Yevonde
Lebensdaten: ( Streatham 1893 - 1975 London )
Zu Leben und Werk: Yevonde Cumber wurde 1893 in Streatham/ London geboren. Verkleidung und Rollenspiel gehörten bereits zu ihren ersten Kindheitserlebnissen: Ihre der Mittelklasse angehörenden Eltern besuchten das Theater und veranstalteten häufig Kostümfeste. Ab 1909 besuchte sie eine belgische Klosterschule, als junge Frau gehörte sie aktiv der Suffragettenbewegung, einer damals starken Londoner Frauenbewegung, an. 1911 begann sie ihre Ausbildung bei der bedeutenden Gesell-schaftsfotografin Lallie Charles durch die sie Kontakte zu adligen und intellektuellen Kreisen knüpfen konnte. Bereits drei Jahre später eröffnete sie mit finanzieller Unterstützung ihres Vaters in London ihr eigenes Studio unter dem Namen "Madame Yevonde - Portrait Photographer". Sie bot dort zunächst berühmten Persönlich-keiten, vor allem Damen der Londoner Upper Class, kostenlose Sitzungen an. 1921 hielt sie als erste Frau einen Vortrag auf dem Kongress der Professional Photographers' Association mit dem Titel "Photographic Portraiture from Woman's Point of View". Da die Schwarzweißfotografie ihrer Kreativität Grenzen setzte, begann Madame Yevonde Anfang der 30er Jahre mit Farbfotografie zu experimentieren. Sie wandte das 1928 von dem Chemiker Dr. D.A. Spencer und dem Werksleiter der Firma Colour Photographs ltd. F. Coppin entwickelte Vivex - Verfahren an. Dabei werden drei Negative (Magenta, Blaugrün, Gelb) einzeln belichtet und dann beim Drucken übereinandergelegt. Durch Verwendung von Pigmenten an Stelle von flüchtigen Farbstoffen erhalten die Abzüge leuchtende Farben der gesamten Farbpalette. Bei relativ einfacher Kamerahandhabung ermöglichte dieses Verfahren Eingriffe in den Prozess der Fotografie sowohl bei der Belichtung als auch bei der Herstellung des Abzugs. Die Resultate, die Yevonde damit erzielte gehören zu ihren bekanntesten Arbeiten. Sie setzte Mittel wie die Unterbelichtung der Negative ein und schaffte Effekte, indem sie teilweise die Atelierbeleuchtung oder die Linse mit farbiger Gelatine bezog. 1932 war es sie, die in England als erste eine Ausstellung von Farbfotografien in der Albany Gallery eröffnete. Nach dem Krieg wandte sich Yevonde wieder der Schwarzweißfotografie zu, da Colour Photographs ltd. schließen musste. 1971 vermachte sie ihr Lebenswerk der Natonal Portrait Gallery. 1973 zeigte die Royal Photographers' Society die Einzelausstellung Sixty Years A Portrait Photographer. 1975 starb Madame Yevonde im Alter von 82 Jahren in London.
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