Künstler von A bis Z:

Georg Heck

Name: Heck
Vorname: Georg
Lebensdaten: 1897-1982 Meisterschüler bei Max Beckmann
Zu Leben und Werk: Georg Heck wurde am 24. Mai 1897 in Frankfurt-Sachsenhausen geboren.

Nach Studien bei A. Eggersdörfer ab 1923 an der alten Städelschule wechselte der gelernte Kunstschmied und Fabrikarbeiter 1925 zu Prof. Cissarz an die Kunstgewerbeschule in Frankfurt. Im Jahre 1928 tritt er in die Meisterklasse von Max Beckmann am Städel ein und arbeitet dort bis 1932. Wie die Arbeiten seines großen Lehrers werden auch seine Arbeiten als entartet bezeichnet. Seine Arbeiten in öffentlichem Besitz werden 1933 auf dem Römerberg bei der Bücherverbrennung vernichtet. Im Jahre 1929 konnte Heck noch auf Vermittlung seines Lehrers Beckmann im ersten Stock des IG-Farben-Hochhauses in Frankfurt ein großes Wandfresko dreieinhalb mal fünf Meter gestalten, das 1937 übermalt wurde. "Komm! Es war ein Traum! Die blutenden Fittiche sind ja schon genesen, verjüngt leben die Hoffnungen all !", so der Text eines Hölderlinverses, der sich unter dem Bild hinzog.

Sein künstlerisches Werk in seinem Atelier im Karmeliterkloster und seine persönliche Habe werden bei dem großen Bombenangriff auf Frankfurt im März 1944 fast vollkommen zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Heck als freischaffender Künstler Mitglied der Neuen Darmstädter Sezession und Mitbegründer der Frankfurter Sezession. Seine Wohnung und sein Atelier bezieht er im Frankfurter Vorort Nied.

Georg Hecks künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten sind unbegrenzt. Es entstehen Ölbilder, Zeichnungen, Aquarelle und mehr und mehr Holz und Farbholzschnitte. Mit der Hinwendung zur Abstraktion gewinnt sein Werk zunehmend Anerkennung in Frankfurt und darüber hinaus. Die Frankfurter Galerien Urban, Franck, Loehr und die Galerie am Dom zeigen seine Arbeiten. Der Frankfurter Kunstvereill richtet Heck in den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren je eine Ausstellung aus. Er kann seine Arbeiten u. a. im Landesmuseum Hannover, im Kunstverein Heidelberg und schließlich auch bei einer großen Schau deutscher Künstler zusammen mit Georg Meistermann, HAP Grieshaber, Ewald Matare, Ernst Wilhelm Nay und Hann Trier in London zeigen.

Anfangs der siebziger Jahre gerät das Werk des stillen und zurückgezogenenen Künstlers in Frankfurt in Vergessenheit. Das mag auch an seinem Alter, seiner kriegsbedingten Krankheit und nachlassender Agilität gelegen haben. Erst Anfang der achtziger Jahre entdeckt der Frankfurter Jesuitenpater Friedhelm Mennekes den betagten Künstler und sein Werk in sehlem Nieder Haus wieder und präsentiert eine Übersicht seiner Werke in vier Ausstellungen in der Pfarrkirche Sankt Markus Nied.

Die von der Stadt Frankfurt am Main 1980/81 veranstaltete Ausstellung "Max Beckmanns Frankfurter Schüler 1925 1933" stellt Hecks Werk in den Kontext seiner Künstlerkollegen aus der Klasse Beckmanns. Es verdient Erwähnung, daß gerade er sich von den 12 vorgestellten Beckmann-Schülern am weitesten und eigensinnigsten von seinem großen Lehrer fortentwickelt hat.

Mit der Ausstellung zu seinem 100. Geburtstag gibt der Kulturkreis Georg Heck e.V. in Zusammenarbeit mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt einen repräsentativen Überblick über das umfangreiche Werk dieses bedeutenden Frankfurter Künstlers.

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Vorschau-Bild Heck, Georg
An die Freunde, Holzschnitt
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Vorschau-Bild Heck, Georg
Spaziergang durch den Wald, Aquarell des Beckmannschülers von 1971
Ausrufpreis/Gebot: 320,00 ¤
Losnr.: 60581