Künstler von A bis Z:

Otto Ernst Fritsch

Name: Fritsch
Vorname: Otto Ernst
Lebensdaten: 05.12.1908 Bingen am Rhein - ? [nach 1978]
Zu Leben und Werk: als Künstler wohl Autodidakt; frühes SPD-Mitglied; nach der Reichskristallnacht 1938 in Berlin-Charlottenburg drängte er sich ans Rednerpult und protestierte gegen die Vorgänge; im Folgenden hielt er sich mit Hilfe von Freunden versteckt und beschloss sich freiwillig zur Luftwaffe zu melden, um so möglichen Repressalien zu entgehen; Februar 1943 Fronturlaub in Tirol, während diesem Aufenthalt protestierte er direkt beim Gauleiter gegen dessen harsches Vorgehen gegen Juden bzw. gegen Mischehen; vorerst half ihm noch sein Rang als Angehöriger der Luftwaffe, dann wurde er als `Judenfreund` eingestuft und von der Gestapo verhaftet; September 1945 Umzug von Innsbruck nach Vomp (Vomperberg 53; nach Neunummerierung Nr. 15); 05.05.1946 Heirat mit Amalie Kuzel (*22.05.1908 Wien) in Vomp; 11.05.-16.12.1948 Aufenthalt in der Rehaklinik in Zell am Ziller; Ende der 1940er/Anfang der 1950er Jahre ansässig in Frankfurt-Rödelheim; 1958 Umzug von Frankfurt-Rödelheim nach Altenstadt (Hessen) (Frankfurter Straße 25); April 1975 Umzug nach Waldenburg (Steinstraße 31) (Hohenlohe-Kreis); 1975 wurde Fritsch von Yad Vashem unter die Gerechten unter den Völkern aufgenommen; spätestens ab den 60er Jahren führte Fritsch Korrespondenzen mit u.a. Carl Zuckmayr, Bertrand Russel, Walter Friedländer, Nelly Sachs --- LITERATUR: GROSSMANN, Kurt R. (1972): Freund der Verfolgten in schwerer Not. Der Fall Otto Ernst Fritsch, in: Aufbau (38. Jg.); 25.02.1972; New York; S. 5 -- GUTMAN, Israel (Hrsg.) (2005): Lexikon der Gerechten unter den Völkern; Wallstein; Göttingen; S. 115-116
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Vorschau-Bild Fritsch, Otto Ernst
beidseitiges Werk, Aquarell -recto: Blick vom Vomperberg (Tirol), verso: Bauernhaus- signiert
Ausrufpreis/Gebot: 325,00 ¤
Losnr.: 83774