Künstler von A bis Z:

Fritz Feigler

Name: Feigler
Vorname: Fritz
Lebensdaten: (Düsseldorf 2. 2. 1889 - 21. 8. 1948 Ambach)
Zu Leben und Werk: Fritz Feiglers Werk ist dem Expressionismus zuzuordnen. Er gehörte zum Kreis um Johanna Ey und "Das Junge Rheinland" und lehrte von 1926-1933 als Professor an der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst Weimar, einer 1925 aus dem Bauhaus ausgegliederten Institution. Fast sämtliche Gemälde und der größte Teil seines graphischen Werkes verbrannten 1943 während eines Bombenangriffs.

Feigler zeichnete und malte von klein auf und setzte nach Absolvierung des Einjährigen seine Ausbildung als Maler gegen den zähen Widerstand der Eltern durch. Stipendien für außergewöhnliche Begabung ermöglichten ihm das Studium. Seine Lehrer waren Peter Janssen, Eduard Gebhardt und später Adolf Münzer. Bereits 1911 war er Meisterschüler, 1913 erhielt er seinen ersten öffentlichen Auftrag.

1915 bis 1916 leistete Feigler als Infanterist Kriegsdienst, wobei er zwar nicht verwundet wurde, aber sich ein Lungenleiden zuzog (55% kriegsbeschädigt).

1917 erhielt er eine Plakette für hervorragende Leistungen und den Rompreis, der ihn wegen der Sperrung der Grenzen jedoch nicht ins Ausland führte. 1920 wohnte er in Kaiserswerth bei Düsseldorf, war befreundet mit Herbert Eulenberg, Johanna Ey, Max Ernst, Otto Dix, Gert Heinrich Wollheim u.a., welche später die Künstlergruppe Junges Rheinland bildeten.

1923/24 arbeitete er an dem Jubiläumsbuch für die Zeche Ewald und betrieb wochenlang Studien unter Tage. Gefördert wurde er durch den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen und durch das Kunstmuseum Düsseldorf. 1926 nahm er an einer Kollektivausstellung im Düsseldorfer Kunstverein mit einem "Großen Selbstbildnis", den Bildern "Ananas" und "Bettler" teil. In diesem Jahr wurde er als Professor an die Kunstschule in Weimar berufen.

In der Weimarer Zeit entstanden mehrere figürliche Kompositionen, das große Bild eines französischen Offiziers, das als erstes eine lichtere Farbgebung einleitete und die ersten Fassadenbilder; es folgte ein großer öffentlicher Auftrag. Die Absicht der thüringischen Regierung, Feigler zum Direktor der Kunstschule zu machen, scheiterte an der politischen Umwälzung, daher ging er als selbständiger Maler nach Berlin. Eine Auswahl seiner Fassadenbilder, Blumen- und Gemüsestillleben stellte Rudolf Probst 1931 in Dresden aus, wobei ein Bild mit Reitern wegen der neuartigen, suggestiven Darstellung der Bewegung auffiel.

Infolge seiner kritischen Einstellung zum Nationalsozialismus waren ihm Lehrtätigkeit, Beschickung der großen Ausstellungen und äußerer Erfolg versperrt und er vereinsamte. Teilweise wurden seine jetzt als entartet geltenden Bilder aus Galerien entfernt. Feigler unternahm jährliche Reisen nach Italien und Jugoslawien. Es entstanden viele leuchtende Aquarelle, große Gemüse- und Fischstillleben sowie einige große Porträts. 1939 nahm er an einer Kollektivausstellung im Düsseldorfer Kunstverein teil.

Im gleichen Jahr erlitt Feigler einen Lungenriss, der stetig ein größeres Leiden wurde; monatelang hielt er sich während des Winters in Italien auf. In dieser Zeit entstanden die großen italienischen Straßenbilder, mehrfigurige große Aktkompositionen und die ersten Bilder Grün in Grün aus dem Tiergarten. Im Januar 1940 stellte er bei Fritz Gurlitt in Berlin aus.

1943 verbrannten sämtliche Arbeiten der letzten 30 Jahre, bis auf wenige Zeichnungen, Aquarelle und Ölstudien bei der Vernichtung des Berliner Heims durch Bomben. Feigler fand mit seiner Frau Wohnung in Ambach am Starnberger See. Hier entstanden Baum- und Waldzeichnungen, Stilleben, Porträts und hauptsächlich Kinderporträts. 1946 verlor er die Ambacher Wohnung und lebte 10 Monate unter beschränktesten Raumverhältnissen, bis er 1947 eine neue Wohnung fand. Trotz Krankheit arbeitete er bis zum Sommer 1948.
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Lithographie. Expressionismus, Mutter Ey.
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Sitzende. Zeichnung.
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Stehendes Kind. Öl auf Leinwand, um 1930.
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