Künstler von A bis Z:

Otto Nagel

Name: Nagel
Vorname: Otto
Lebensdaten: 1894 - 1967
Zu Leben und Werk: Nagel wurde als Sohn eines Tischlers und Sozialdemokraten geboren. Nach der Volksschule machte er eine, allerdings unvollendet gebliebene, Lehre zum Glasmaler in einer Mosaik- und Glasmalereiwerkstatt, arbeitete später als Transportarbeiter. Er engagierte sich früh in der Arbeiterjugend und trat 1912 in die SPD ein. Er leistete zunächst Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg, kam dann aber wegen Kriegsdienstverweigerung in das Straflager Wahn bei Köln. 1919 malte Nagel seine ersten Ölbilder und Pastelle unter Einfluss von August Macke. 1920 wurde er Mitglied der KPD. Im Jahr 1922 initiierte er mit Erwin Piscator die „Künstlerhilfe“ in der IAH. 1924 trat Nagel der Roten Gruppe Berlin bei und begleitete eine Ausstellung junger Künstler 1924-1925 in die Sowjetunion. Er war eng mit Heinrich Zille und Käthe Kollwitz befreundet, deren Nachlass er ordnete. Durch Nagel sind zahlreiche Schriften über ihr Werk herausgegeben worden. Von 1928 bis 1931 stellte er in der Novembergruppe aus. 1928 bis 1932 war er Herausgeber und Redaktionsleiter der Satirezeitschrift Eulenspiegel. 1933 wurde Otto Nagel zum Vorsitzenden des Reichsverbandes der Bildenden Künstler Deutschlands gewählt. Die Wahl wurde einen Tag später von den Nazis annulliert. Hausdurchsuchungen und Inhaftierungen (unter anderem im KZ Sachsenhausen 1936/1937) folgten, Nagel erhielt Malverbot im Atelier. Zahlreiche seiner Bilder wurden als entartet vernichtet. Nach Kriegsende lebte und arbeitete Otto Nagel zuerst in Bergholz-Rehbrücke bei Potsdam, wo eine gleichnamige Grundschule existiert, ab 1952 in Berlin-Biesdorf. Dort gibt es auch eine nach ihm benannte Straße. Nagel verband eine Freundschaft mit Ursula Wendorff-Weidt. 1945 gehörte Otto Nagel zu den Mitbegründern des Kulturbundes. Nach der Zwangsvereinigung von SPD und KPD wurde Nagel Mitglied der SED. Für den Kulturbund wurde er als Mitglied der Beratenden Versammlung Brandenburg ernannt. Von 1956 bis 1962 wirkte er als Präsident der Akademie der Künste der DDR. Otto Nagel war verheiratet. Er wurde auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde beigesetzt, sein Grabmal steht unter Denkmalschutz
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Vorschau-Bild Nagel, Otto
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