Künstler von A bis Z:

Robert Salomon Gessner

Name: Gessner
Vorname: Robert Salomon
Lebensdaten: 20.09.1908 Zürich - 26.12.1982 Locarno
Zu Leben und Werk: ab 1924 Beschäftigung mit abstrakter und ungegenständlicher Malerei; 1925-27 Lehre als Schaufensterdekorateur bei Jelmoli Zürich; 1927-31 Besuch der Kunstgewerbeschule Zürich, Klasse von Alfred Altherr Übertritt und Abschluss in der Fachklasse für Grafik. Kontakte mit den Lehrern Walter Roshardt, Ernst Keller, Karl Hügin, Otto Meyer-Amden, Ernst Gubler. Kurze Studienaufenthalte in München, Paris, Spanien und Mailand; ab 1932 Selbständiger Gebrauchs- und Werbegrafiker und Maler; 1932-33 Beteiligung an einer kleinen Keramikwerkstatt in Ascona. Erste Ölbilder und Linolschnitte entstehen, neben Gouache, Aquarell und Tusche. Erfolg als Grafiker; 1933 Heirat mit Edith Carola Wernecke; ab 1933 Tätigkeit als Grafiker in Zürich, zeichnet und malt in der Freizeit; 1935 Heirat mit Beatrice Hüni Von W. Boesiger erhält er den Auftrag das bekannte Künstler-Café Select an der Limmat in Zürich mit einem Wandbild auszustatten (zerstört beim Selectbrand in den 40er Jahren. Nur der Entwurf bleibt erhalten); 1938 Mitglied der «Allianz», Vereinigung moderner Schweizer Künstler, die im Vorjahr gegründet wurde. Ihr Präsident ist Leo Leuppi, die Vorstandsmitglieder sind Richard P. Lohse, Hans. R. Schiess, Walter Bodmer und Hans Erni. Zweck des Vereins ist die gemeinsame Förderung der modernen Kunst und die Wahrung der daraus sich ergebenden Interessen; 1941 Heirat mit Selma Bührer; 1940-56 Beauftragter für die Ausbildung von Lehrlingen und von Volontären der Kunstgewerbeschule Zürich; 1942-44 Gessner hat sich an der Geometrie und Mathematik erprobt, es entstehen Spiral-Kompositionen, die wohl mit Zirkel und Winkel konstruiert werden, die Wege und Endpunkte jedoch dem Gefühl überlassen sind; 1944-45 Hilfslehrer für Zeichnen an der Kunstgewerbeschule Zürich. Strenge Rechteckformen in Gitterkonstruktionen wechseln ab mit frei im Raum schwingenden Formen. Es erscheint mond- und sonnenhaft eine Kreisscheibe, entweder in der Funktion eines Gestirns über der Landschaft oder als Kontrapunkt zu spitzen, kristallinen Kumulationen von Flächenverspannungen. Die farbliche Differenzierung verleiht jedem Bild seinen eigenen Charakter. Die Bilder tragen keinen Titel. Sie sollen nichts als sich selber darstellen.; 1947 Gessner malt das Ölbild «Haus an der Sonne», das aufgebaut ist aus einem Gefüge von Rechtecken, Schrägflächen und kleinen Quadraten. Er bleibt dem Hausgefüge, woraus sich auch Stadtgefüge bauen lassen, lange treu; 1950er Jahre In der Themenwahl stehen drei Bereiche im Mittelpunkt: «Stadtarchitektur» (wohl unter dem Einfluss von Paul Klee), «Kristalline Durchdringung» (Bilder mit einem markanten Schnittpunkt) und «Flächenproportionen» (reine Bilder ohne äusserlichen Gegenstandsbezug), wobei sie sich zum Teil überschneiden. Aus Skizzen gegenständlicher Motive entstehen Abstraktionen und auch rein ungegenständliche Gestaltungen; 1957-63 Fachlehrer für Zeichnen und Prorektor von Hans Fischer (fis) an der Kunstgewerbeschule Zürich. Leiter der Lehrlingsausbildung. Verschiedene Aufenthalte auf Ibiza; 1960er Jahre Jahrzehnt seines reifsten Wirkens. Er überblickt alles bisher Geschaffene und seit seinem Rückzug aus der Kunstgewerbeschule gelangt er viel befreiter zur Entfaltung. Seine Hauptthemen sind das «Idol» – verstanden als Kreisscheibe, Sonnenscheibe, Segment, oft in Verbindung mit dem Meer und fast immer das Erlebnis in Ibiza widerspiegelnd. Das andere Thema wird als «Geheimnis der Geometrie» bezeichnet, in denen der letzte Rest gegenständlicher Erinnerungen getilgt ist; 1970er Jahre Die konstruktiven Lösungen werden immer reiner und einfacher; QUELLE: Internetseite der Rob. S. Gessner Stidtung (robert-gessner-stiftung.ch)
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