Künstler von A bis Z:

Karl Köpping

Name: Köpping
Vorname: Karl
Lebensdaten: 24. Juni 1848 Dresden - 16. Juli 1914 Berlin
Zu Leben und Werk: Der Radierer Karl Köpping, Sohn eines Dresdner Kaufmanns in der Schloßgasse 3, studierte anfangs Chemie auf dem Dresdner Polytechnikum und ab 1869 in München. 1871 wechselte er zur Kunst und begann am 4. Mai ein Studium in der Antikenklasse an der Münchner Akademie, um sich zum Maler auszubilden. 1876 nahm er seinen Wohnsitz in Paris, wo er noch einige Zeit als Maler von Landschaften und Stillleben tätig war.

Unter dem Einfluss von Charles Waltner wandte sich Köpping zunehmend der Radierkunst zu, wobei er vorwiegend nach Vorlagen von Rembrandt und Frans Hals, aber auch nach Breton, Clairin, Ribera und Munkacsy arbeitete. Im Herbst 1889 wurde er als Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, Berlin, Sektion für die Bildenden Künste, und 1890 als Vorsteher eines akademischen Meisterateliers für Kupferstich und Mitglied des Senats berufen. 1891 erhielt Köpping die Ernennung zum Professor.

Von 1896 bis 1900 gehörte Köpping zu den Herausgebern des Pan, einer sehr exklusiven Zeitschrift, die der Kunst neue Impulse verleihen sollte. Diese Zeitschrift hatte einen exklusiven Ruf und die künstlerische Elite Deutschlands veröffentlichte darin. Köpping war zu jener Zeit insbesondere auch für seine kunstgewerblichen Arbeiten im Jugendstil aus gewundenem Glas bekannt, die sogar Aufnahme ins Museum of Modern Art (MoMA New York) fanden. Berühmt war seine Sammlung japanischer Drucke.

Köpping wurden die große goldene Medaille der Berliner (1886) und die Medaille erster Klasse der Münchner Kunstausstellung verliehen, er war Ritter der Ehrenlegion und er erhielt 1889 den Grand Prix der Pariser Weltausstellung. Ab 1893 war Köpping Ehrenmitglied der Münchner Künstlergenossenschaft.

Werke

Bereits 1883 legte Köpping auf der Münchner internationalen Kunstausstellung durch drei Radierungen ("Froufrou nach Clairin", "gefährliches Gesindel nach Munkacsy" und "männliches Bildnis nach Rembrandt") so glänzende Proben seiner Begabung ab, dass er durch eine Medaille zweiter Klasse ausgezeichnet wurde. In seinen folgenden größeren Arbeiten, dem "Morgen nach Breton", "Christus auf Golgatha" (1887) nach Munkacsy, den "Syndici der Tuchmacherzunft" (1887) und dem "Bildnis eines Greises" (1889), beide nach Rembrandt, entfaltete er seine Kunst der Nadelführung zu solcher Virtuosität, dass er in den letzten beiden Blättern seinen Lehrer Waltner übertraf. Köpping verstand es, die Malweise Rembrandts mit vollendeter Treue und gleicher Kraft des koloristischen Ausdrucks wiederzugeben. 1890 führte er eine Radierung nach den Offizieren der Schützengilde des heil. Georg von F. Hals aus. Es folgten: "Bildnis eines Greises", nach Rembrandt (Dresdner Galerie, 1891); "Joseph von Potiphars Frau verklagt", nach Rembrandt (Berliner Museum, 1893); "der Prediger Ansloo, eine Frau tröstend", nach Rembrandt (Berliner Museum, 1900), und einige landschaftliche Originalradierungen.

Quelle: Stadtwiki Dresden
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Vorschau-Bild Köpping, Karl
Die Geschwister nach Max Liebermann. Radierung, um 1895.
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Losnr.: 73181