Künstler von A bis Z:

Frans MASEREEL

Name: MASEREEL
Vorname: Frans
Lebensdaten: 1889-1972
Zu Leben und Werk: Frans Masereel wurde am 30. Juli 1889 in Blankenberge/Belgien geboren und wächst in Gent auf. Nach Studien an der Académie des Beaux-Arts in Genf umfangreiche Reisen nach England, Deutschland, Holland Frankreich und Tunesien. Erwirbt autodidaktisch die Technik des Holzschnitts; es kommt 1913 zu ersten Veröffentlichung von Zeichnungen. 1915 Übersiedlung in die Schweiz, wo er sich Kriegsgegnern um Romain Rolland anschließt und durch Zeichnungen und Holzschnitte gegen den Krieg bekannt wird. Ab 1918 erscheinen seine berühmten Romane in Bildern, die namentlich in Deutschland durch den Kurt Wolff Verlag weite Verbreitung in preiswerten Ausgaben finden. Mitte 1922 kehrt Masereel nach Paris zurück. Neben den eigenständigen Holzschnitt-Zyklen illustriert Masereel zahlreiche Werke der Weltliteratur, so 666 Holzschnitte zu Rollands Jean-Christophe (1925 bis 1927) und 150 Holzschnitte zu de Costers Ulenspiegel (1926). Außer seinem umfangreichen grafischen Schaffen entstehen zahlreiche Aquarelle und Gemälde, die das Leben der Menschen in der Stadt und am Meer zum Inhalt haben. Nach 1933 gehören Masereels Werke zu den denen, die verboten und aus den Museen verbannt wurden. Die Besetzung Frankreichs durch die Deutschen erlebt Masereel nach seiner Flucht aus Paris im unbesetzten Süden Frankreichs, wo infolge des Mangels an geeignetem Holz das zeichnerische und malerische Werk in den Vordergrund rückt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kann Masereel die Arbeit am Holzschnitt wieder aufnehmen. Es entstehen viele großformatige Holzschnitte. 1946 nimmt Masereel eine mehrjährige Professur am Centre des Métiers d Art mit deutschen und französischen Studentinnen und Studenten auf. 1949 siedelt Masereel nach Nizza über. 1953 ist er Gründungsmitglied und Präsident der XYLON Internationale Vereinigung der Holzschneider Von 1955 an erscheinen wieder zahlreiche Holzschnittfolgen, die im Gegensatz zu den fortlaufenden Erzählungen seiner Vorkriegszyklen Variationen eines Themas zum Gegenstand haben. Anlässlich seiner runden Geburtstage gibt es weltweit umfangreiche Ausstellungen, er wird Mitglied vieler Akademien und er erhält zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Seine Werke sind in bedeutenden Museen, Bibliotheken und Sammlungen vertreten. Am 3. Januar 1972 stirbt Masereel in Avignon und wird in Gent beigesetzt. Werkverzeichnis: Ritter, Paul: Frans Masereel. Eine annotierte Bibliographie des druckgraphischen Werkes. Verlag K. G. Saur, München London New York Paris 1992 ISBN 3-589-11103-7
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