Künstler von A bis Z:

Siegfried Ebeling

Name: Ebeling
Vorname: Siegfried
Lebensdaten: 1894 - 1963
Zu Leben und Werk: Der am 28. Februar 1894 in Rätzlingen geborene Siegfried Ebeling studierte von 1912 bis 1914 Philologie und Theologie an der Universität in Heidelberg. Als Soldat 1914 im Ersten Weltkrieg an die Front geschickt, geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er 1920 entlassen wurde. Er setzte sein Studium, nun aber in den Fächern christliche Archäologie und Kunstgeschichte, in Jena und Leipzig fort. In diese Zeit fallen erste literarische Versuche. Von 1924 bis 1925 studierte er am Bauhaus in Weimar bei Wassily Kandinsky und Marcel Breuer, mit der er auch befreundet war. 1926 veröffentlichte er seine architekturtheoretische Schrift „Der Raum als Membran“, die in Fachkreisen großes Aufsehen erregte. Er beschrieb darin die Hauswand als semipermeable Trennschicht. Nach seiner Überzeugung müsse ein Gebäude auch immer die Möglichkeit zum Atmen haben, damit eine Austausch zwischen innen und Außen entsteht. Nach einer kurzen Tätigkeit für die Junckers-Werke in Dessau setzte er sein Kunststudium fort. Dem schloss sich ein weiteres Jahr Studium am Bauhaus in Dessau an. 1930 entwickelte er das erste drehbare Ganzmetall-Rundhaus. Ab 1931 war er freier Architekt in Bielefeld, dann in Hamburg. Während des Zweiten Weltkriegs war er von 1941 bis 1945 (Gefangenschaft) Soldat. Seit Beginn der 1950er Jahre lebte er als Maler in Volksdorf/Hamburg. In der Nachfolge des deutschen Expressionismus setzte er seine religiösen Ideen in Porträts und Landschaften um. Siegfried Ebeling starb im Februar 1963 in Hamburg. Aus: kleines lexikon – bauhaus weimar, Christian Tesch / Ulrich Völkel (Hg), Weimarer Taschenbuchverlag 2010.
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Vorschau-Bild Ebeling, Siegfried
Bauhaus Kreide auf Papier 1933
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Losnr.: 85766