Künstler von A bis Z:

Luis Castellanos Jara

Name: Castellanos Jara
Vorname: Luis
Lebensdaten: *1973
Zu Leben und Werk: LUIS CASTELLANOS JARA wurde 1973 in Lima (Peru) geboren. Hier studierte er Zeichnung und Malerei von 1990-96 an der Hochschule für Bildende Kunst. Später absolvierte er zusätzlich ein Pädagogikstudium mit Diplomabschluss. Bisher führte er neun Einzelausstellungen durch und beteiligte sich an zahlreichen Gruppenausstellungen. Außerdem unterrichtet er Kunst, unter anderem in Anstalten für jugendliche Straftäter sowie an Kunstfakultäten. Neben anderen Auszeichnungen gewann er 1998 den unter peruanischen Nachwuchskünstlern begehrten Kunstpreis, der vom spanischen Unternehmen TELEFONICA gestiftet wird. Hierdurch wurde ein einjähriger Studienaufenthalt in Europa möglich, so auch in Deutschland und Österreich, wo ihn die Kunst des Expressionismus bei Museumsbesuchen besonders interessierte. Bei der Rückkehr in seine Heimat inspirierte ihn der Europaaufenthalt zu ungewöhnlicher Schaffenskraft, indem er seiner Heimat Peru mit anderen Augen und kritischem Bewusstsein begegnete. Es entstanden zahlreiche Werke, in denen er sich mit der Kolonialgeschichte Südamerikas und der ungeklärten Identitätsfrage des Subkontinents auseinandersetzt. Seine Menschenbilder basieren auf einem Gestaltungssystem, das in subtiler Form die Existenz dunkler Sphären beschreibt und gleichzeitig ironisiert – ausgehend von einem harmlosen Zustand, der uns als zu entschlüsselndes Rätsel erscheint. Die Neugier am Irrationalen wird immer wieder deutlich. Es erscheint unfruchtbar, das Werk von Luis Castellanos Jara klassifizieren zu wollen. Deutlich sind dennoch seine expressiven Elemente, die in gewisser Form charakteristisch für die moderne und zeitgenössische Kunst Lateinamerikas sind. Interessant ist das Bestreben der lateinamerikanischen Kunstschaffenden, diese europäischen Anregungen mit solchen der einheimischen Kunsttraditionen zu verbinden. Inspirationsquellen zur Annäherung an „primitive“ Kulturen sind nicht etwa nur Völkerkundemuseen - wie es bei vielen europäischen Expressionisten der Fall war -, sondern sie können aus dem Reichtum der Kunst ihrer eigenen Ahnen schöpfen. Denn expressive Tendenzen gab es auch schon bei den Altamerikanern wie Chavín, Moche, Zapoteken und Azteken. Die teilweise bis heute intakten Stammes- und Volkskulturen der Ureinwohner ihrer Länder tun ein Übriges. Das Ergebnis sind von Überraschungsmomenten geprägte Kompositionen, die die Eigenheiten lateinamerikanischer Kultur bezeugen.
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Vorschau-Bild Castellanos Jara, Luis
Alegria, Mischtechnik, Unikat, signiert 2001
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Losnr.: 99993

Vorschau-Bild Castellanos Jara, Luis
Llegando, Mischtechnik, Unikat, 35x25 cm, 2001
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Losnr.: 99970

Vorschau-Bild Castellanos Jara, Luis
Ohne Titel, Mischtechnik, Unikat, signiert 2001
Ausrufpreis/Gebot: 190,00 ¤
Losnr.: 99992

Vorschau-Bild Castellanos Jara, Luis
Rostro, Mischtechnik, Unikat, 2001
Ausrufpreis/Gebot: 190,00 ¤
Losnr.: 99971