Künstler von A bis Z:

Fritz Brill

Name: Brill
Vorname: Fritz
Lebensdaten: 1904 - 1987
Zu Leben und Werk: Fritz Brill ist geboren am 1. Juli 1904 und verstorben am 13. September 1997. 1960 erhielt er für sein vielfältiges photographisches Werk den Kulturpreis der DGPh. Er hatte erst Kaufmann gelernt, dann die Kunstgewerbeschule und danach die "Ittenschule" in Berlin besucht. Als Fotograf war er Autodidakt und lebte in den 30er Jahren in Berlin von werbephotographischen Arbeiten. Der Krieg vernichtete seine Berliner Existenz und er lebte danach in Hofgeismar bei Kassel, wo er zu Beginn der 50er Jahre sein "Institut für Photoanalyse" aufbaute. Zuvor jedoch, in einer kurzen Spanne zwischen Kriegsende und beginnendem Wirtschaftswunder, also zwischen 1945 und 1949, entstand in Hofgeismar unter behelfsmäßigen, beengten Arbeitsbedingungen ein Konvolut von freien Photographien. Der Impuls dazu wurde durch Begegnungen mit Naturformen ausgelöst, die sich Brills bei Itten geschultem Auge als bildnerische Elemente offenbarten. Er brachte sie in Kontrast zu künstlich hergestellten Objekten und evozierte in seinen Photographien einen Dialog zwischen Natur und Kultur, zwischen gewachsener und künstlich geformter Gestalt. Brill "konstruierte" sein Bilder selbst und suchte sie nicht in der Realität - zum Teil mit hohem baulichen Aufwand. Dieses Prinzip wandte er später auch für seine Auftragsphotographien an. Anders als bei der klassischen Photomontage, in der heterogene Bildelemente unterschiedlicher Herkunft fusioniert werden, entstanden Brills Montagen bei der photographischen Aufnahme, in der er Objekte auf mehreren, jeweils gesondert be- und hinterleuchteten Bildebenen platzierte und mit Rückprojektionen verschmolz - fast eine Vorwegnahme der heutigen Photoshop-Montagen. Bei der Arbeit seinem "Institut für Photoanalyse", ab etwa 1950, machte sich Brill das photographische Objektiv zunutze. Im Gegensatz zum bewegten Sehen des menschlichen Auges kann die starre Photolinse in die Strukturen der Objekte eindringen, ein Bild aus dem Zeitfluss nehmen und auf dem Film festhalten, auf dem sich auch Lichteindrücke addieren lassen. Ab 1952 erlernte er Filmtechniken und den Ablauf bewegter Bilder in der Kinematographie. Dazu sind langsame Vorgänge, etwa 'Graswachsen', zu raffen und schnelle entsprechend zu dehnen." Einige seiner Filme: "Seidenraupen" (1951), für die Firma Glanzstoff, Wuppertal; Szenen für "Aus eigener Kraft" (1953), für VW; "Steckenpferd der Hausfrau" (1954), für die Firma Oetker; Szenen für "Schöpfung ohne Ende" (1956), für Bayer; Szenen für "Impuls unserer Zeit" (1959), für Siemens. Er ist heute nur "eingeweihten" Kennern der Fotografie ein Begriff, wohl auch wegen des Kriegsverlusts vieler seiner Werke.
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