Künstler von A bis Z:

MAX LACHER

Name: LACHER
Vorname: MAX
Lebensdaten: 1905 - 1988 München
Zu Leben und Werk: Max Lacher lebte und arbeitete in München. Millionen von Menschen haben Werke von ihm gesehen und sich daran erfreut, ohne den Namen des Schöpfers zu kennen. Am Münchener Marienplatz stammen die Fassaden des Kaufhauses Beck", des Backhauses "Rischart", Der Gaststätte "zum Donisl", des Hauses "zur alten Wache" und der Speisesaal "der Sumpf" im Ratskeller, von ihm. In den Domkirchen zu München und Landshut sind einige große Glasfenster von ihm geschaffen worden. Viele öffentliche Gebäude in Bayern wie Krankenhäuser, Sanatorien, Hallenbäder und Kirchen wurden von ihm ausgestattet. Auch über Bayern hinaus war er in Deutschland tätig. Anlässlich einer Ehrung wurde er als "Carl Orff der Malerei" bezeichnet. Nach dem Besuch der Münchener Kunstakademie bei Prof. Julius Diez, vertiefte Max Lacher seine gewonnenen Erkenntnisse ab 1926 in Paris. Diese Zeit hatte wesentlichen Einfluss auf seine weitere schöpferische Arbeit. Zurück in Deutschland arbeitete er erst in Hannover, dann in Berlin, hauptsächlich als Portrait - Maler und kehrte dann 1930 nach München zurück wo ihm 1931 der Albrecht Dürer Preis verliehen wurde. In den schweren Jahren der Weltwirtschaftskrise bestritt er seinen Lebensunterhalt als Gebrauchtgrafiker, Schaufensterdekorateur und Schriftenmaler. 1935 erteilte ihm die Post seinen ersten dekorativen Auftrag. Seitdem erhielt er zunehmend Aufträge für Wandgemälde und Glasfenster. Dies sicherte seinen Lebensunterhalt und beeinflusste sein Schaffen. Während des dritten Reiches verzichtete er auf jegliche Ausstellungstätigkeit. Da er nicht der Partei beitrat, wurde ihm eine Professur an einer Kunstakademie verweigert. 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, zuerst zur Infanterie in Frankreich, später dann als Dolmetscher für die französische Sprache, vorwiegend bei Gerichtsverhandlungen. Bei einem Bombenangriff auf München, wurde sein Atelier völlig zerstört und fast sein gesamtes Oeuvre verbrannte. Als Mitglied einer Widerstandsgruppe in München, wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Nach Ende des 2. Weltkrieges baute er sich in München, unter großen Schwierigkeiten, ein neues Atelier auf und nahm seine künstlerische Tätigkeit wieder auf. Besonders reizte ihn die Auseinandersetzung mit neuen künstlerischen Materialien und Techniken. So zog er Steinintarsie, Schieferschnitt, Glasschliff, zunehmend Keramik und Stukolustro (ital. Stuck) zur Gestaltung mit heran. Die Experimente seiner handwerklichen Arbeiten gaben wichtige Impulse für seine anderen Schaffensbereiche. Neben seinen dekorativen Arbeiten, nahm seine Tätigkeit als Maler und Grafiker an Bedeutung weiter zu. Es entstanden wunderbare Gemälde in Ölfarbe und Mischtechnik, bedeutende Landschaftsaquarelle, Schwarzweiß- und Farblithografien und eine Vielzahl von Kaltnadelradierungen. Diese Grafiken wurden nur in kleinsten Auflagen gedruckt. Viele seiner Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Neben seiner schöpferischen Tätigkeit opferte er viel seiner Zeit für öffentliche Arbeit in der Künstlervereinigung der "Sezession" in München, in der Jury und Ausstellungsleitung des Münchener "Haus der Kunst", dessen Präsident er einige Zeit war, sowie im Berufsverband der Bildenden Künstler. Ehrungen: 1931 erhielt Max Lacher von der Stadt Nürnberg den "Albrecht Dürer" Preis 1962 wurde Max Lacher von der Stadt München mit dem "Seerosen Preis" geehrt 1969 wurde Max Lacher das Bundesverdienstkreuz verliehen 1985 wurde Max Lacher von der Stadt München die Medaille "München leuchtet" in Gold verliehen Wichtige Werke: Eine Anzahl seiner Gemälde befinden sich in der Bayerischen Staatsgalerie, dem Münchener Stadtmuseum, und in der Münchener Grafischen Sammlung. Viele private Sammler erfreuen sich seiner Gemälde, Portraits, Aquarelle, Hinterglasbilder, Lithografien, Radierungen, Zeichnungen und Glasschliffen. Seine Wandmalereien können noch heute in München und anderen Orten in Deutschland an öffentlichen Gebäuden, in Kirchen und Kapellen besichtigt werden. Seine Glasfenster in den Kathedralen in München und Landshut erregten viel Aufsehen und zeugen noch heute von seiner Schaffenskraft und Phantasie. Öffentliche Gebäude: Fassadengestaltung am Münchener Marienplatz: Gasthaus "zum Donisl", die "alte Hauptwache", Kaufhaus "Beck", Gaststätte "Peterhof", Saal im Ratskeller "der Sumpf". Universitäts-Kinderklinik in München, Kongresshalle und Café im Ausstellungspark in München, Justizgebäude in Traunstein, Harlachinger Krankenhaus in München, Krankenhaus Rechts der Isar in München, Krankenhaus Immenstadt, Gemeindezentrum Hindelang, Feuerwehrheim Bayerisch Gmain, Gaststätte Hackerkeller in München, Werkskantine und Feierabendhaus der BASF in Ludwigshafen, Ostbad München, Südbad München, Saline Bad Reichenhall, Sanatorium Bad Aibling, Sanatorium Bad Griesbach, Salvatorschule München, Brandversicherung Neustadt, Kantine Flugplatz Erding, usw. Kirchen: Zwei Glasfenster im Liebfrauendom in München und im Martinsmünster in Landshut. Grosse Wandmalereien in der Pfarrkirche Matsis, Pfarrkirche Schwabach, Ritterkapelle Hassfurt, Waldfriedhofkapelle München etc. Postämter: Alte Hauptpost München, Postamt Reit im Winkel. in Zeesen-Königswusterhausen, am Harthof in München, Dachau, Offenburg, Berchtesgaden uvm. Literatur Persönlichkeiten Europas, Bd. Deutschland, ATAS Verlag, Luzern 1976 Bilder und Grafik, Max Lacher, München. 1977 Malerei heute, Hans Kiessling 1953 - 1978 Kunst für den Bau, Max Lacher, München. 1983 Radierungen, Litho, Zeichnung, Max Lacher, München. 1985 Die Kunst der verschollenen Generation, Rainer Zimmermann 1980 Expressiver Realismus, Rainer Zimmermann 1994 Expressiver Realismus, Sammlung Hierling, Rainer Zimmermann 1995
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Vorschau-Bild LACHER, MAX
Tänzerinnen. Lithographie, Probedruck 1966.
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