Künstler von A bis Z:

Wilhelm Renfordt

Name: Renfordt
Vorname: Wilhelm
Lebensdaten: 07.05.1889 Altena - 04.08.1950 Osnabrück
Zu Leben und Werk: 1892 Umzug der Familie nach Osnabrück; Besuch der Volksschule und des Realgymnasiums in Osnabrück; 1908 Abitur; 1908 ein Semester in Münster studiert; ab Herbst 1908 Kunstakademie Kassel (u.a. bei Hermann Knackfuß, Hans Olde); 1911 akademische Zeichenlehrerprüfung für das höhere Lehramt an der Kunstakademie Kassel; es folgt Studium in München (u.e. bei Franz von Stuck); 1912 Stipendium für einen Jahresaufenthalt in der Villa Romana (Rom); 1914 Kriegseinsatz als Freiwilliger beim Füsilier-Regiment 73 Hannover; 1915 Erkrankung an Typhus, Genesungstruppe; 1916 Feldtruppe; 1917 Verwundung mit anschließender französischer Gefangenschaft; 1920 Rückkehr nach Deutschland; Kriegsauszeichnungen: EK II, Frontkämpferkreuz mit Schwertern, Verwundetenabzeichen; 1923 Heirat mit Elisabeth geb. Borchers; 1927 Beteiligung an der Herbstausstellung der Preußischen Akademie der Künste; 1928 längerer Aufenthalt in den Niederlanden; 1924-38 Wahl in den Vorstand des Dürerbundes, Sektion Osnabrück; ehrenamtliche Tätigkeit als Schriftführer und Ausstellungsleiter; 1925-38 ehrenamtlicher Mitarbeiter im städtischen Verkehrs- und Museumsverein; 1926-34 (1934 aufgelöst) Mitglied in der Loge "Schlaraffia" (Osnabrück); 1927-33 Vorsitzender des Volksbühnenvereins; 1930 längerer Aufenthalt an der dalmatinischen Küste; 1933 Eintritt in die SS (nach eigenen Angaben und nach Angaben von Bekannten aufgrund der Beigeisterung für den Sport und der wirtschaftlichen Notlage); 1934 Verleihung des goldenen SA-Sportabzeichens, Prüfungserlaubnis für den SA-Sport; 1936 Verleihung des goldenen Reichssportabzeichens, Prüfungserlaubnis zur Erlangung des Reichssportabzeichen; 1937 Eintritt in die NSDAP (nach eigenen Angaben zur Unterhaltssicherung); 1937 bei der Aktion "Entartete Kunst" werden 7 Arbeiten beschlagnahmt; 1938 Gründer und Leiter der Städtischen Förderklassen für bildnerisches Gestalten im Schloß Osnabrück; 1940 Kunsterzieher an der Städtischen Oberschule für Mädchen I; 1941 Kunsterzieher an der Ratsoberschule für Jungen; 1943 Einberufung zum Kriegsdienst; 1945 schwere Kopfverletzung (an der er später sterben sollte); 08.05.1945 Gefangennahme durch amerikanische Truppen bei Bad Aibling (Bayern); im Weiteren in den Gefangenenlagern Ludwigsburg, Stuttgart-Weil und Darmstadt; in dem Lager in Darmstadt wurde eine "Lager-Universität" etabliert, bei der Renfordt das Fach Kunstausbildung übernahm; 15.01.1947 Verleihung des Professoren- und Pro-Dekan-Titels durch die Lagerleitung; Ende 1947 Verlegung in das Militär-Lazarett Schloss Vehlen (Westfalen); Februar 1948 Entlassung und Rückkehr nach Osnabrück; um 1948 Wiedereintritt in die neu gegründete Loge "Schlaraffia"; Mitglied der Künstlergruppe "Die Schanze" ---LITERATUR u.a.: JESSEWITSCH, Rolf / SCHNEIDER, Gerhard (Hrsg.) (2008): Entdeckte Moderne; Kettler; Bönen; S. 509 -- KÖSTERS, Klaus (2012): Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus, in: Heimatpflege in Westfalen (25. Jg./ Heft 1); S. 1-24 [hier: 22] -- RABE, Hanns-Gerd (1974): Osnabrücker Kunst und Künstler - 1900 bis 1970, in: Osnabrücker Mitteilungen (81. Bd); S. 38-42 -- Ders.: Maler, Wandervogel, Mensch. In memoriam Wilhelm Renfordt, in: Osnabrücker Tageblatt (v. 07.10.1950)
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