Künstler von A bis Z:

Heinrich Otto

Name: Otto
Vorname: Heinrich
Lebensdaten: 1858-1923
Zu Leben und Werk: Heinrich Otto wurde 1858 in Wernswig (bei Homberg/Efze) als Sohn eines Getreidehändlers und Ackermannes geboren. Um seinem künstlerischen Talent gerecht werden zu können, zog er als 24-Jähriger nach Kassel, wo er in den 1870er Jahren in Kassel zunächst Bildhauerei und daran anschließend Malerei bei Prof. Louis Kolitz und Prof. Carl Wünnenberg studierte. 1881 war er das erste Mal in Willingshausen, wo bald zu einem gern gesehenen Besucher des Willingshäuser Freundeskreises wurde, zu dem auch Carl Bantzer gehörte. Hier galt sein bildnerisches Interesse vor allem Genreszenen des ländlichen Lebens, Tierdarstellungen und Landschaften. 1889 zog er nach Düsseldorf um und wurde zwei Jahre später Mitglied im Düsseldorfer "Künstler-Verein Malkasten", dessen Vorstand er von 1898 - 1902 übernahm. 1899-1900 erkundete er mit dem Zeichenstift die Eifel und erlernte die Kunst des Steindrucks. Offenbar mit Erfolg, denn 1901 erhielt er für seine Lithographie "Mondnacht" die Goldene Staatsmedaille der Stadt Dresden. Ab 1903 war er in Düsseldorf auch als Mal- und Zeichenlehrer für junge Damen tätig. 1905 entdeckte er die Radierung für sich und erlag ihrer Faszination so sehr, dass diese Technik die Malerei in den folgenden Jahren in den Hintergrund drängte. Nach dem Tod seines Bruders half Heinrich Otto verstärkt in der elterlichen Landwirtschaft aus. 1920 veröffentlicht die Zeitschrift "Hessenkunst" 25 Radierungen und einen Holzschnitt. Am 14. Mai 1923 starb Heinrich Otto an den Folgen einer verschleppten Lungenentzündung. Die kunstgeschichtliche Bedeutung von Heinrich Otto gründet vor allem auf seinem graphischem Schaffen, wobei er in seinen besten Blättern Hans Thoma verwandt ist. Seine Lithographien zählen zu den besten seiner Zeit in Deutschland.
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Vorschau-Bild Otto, Heinrich
Heimwärts, Radierung, handsigniert
Ausrufpreis/Gebot: 95,00 ¤
Losnr.: 92594