Künstler von A bis Z:

Alexander Kanold

Name: Kanold
Vorname: Alexander
Lebensdaten: 1881 Karlsruhe - 1939 Berlin
Zu Leben und Werk: Alexander Kanoldt wird 1881 in Karlsruhe geboren. Im Alter von achtzehn Jahren beginnt er zunächst eine Lehre an der dortigen Kunstgewerbeschule als Dekorationsmaler, wechselt jedoch 1901 an die Akademie. Er eignet sich bei Ernst Schurth erste zeichnerische Grundlagen an und befreundet sich hier u.a. mit Adolf Erbslöh und Hugo Troendle. In dieser Zeit studiert Kanoldt intensiv die Technik der Neoimpressionisten, die ihn zu drucktechnisch sehr aufwendigen Farblithographien anregen. 1908 siedelt Kanoldt nach München über, wo er ein Jahr später mit Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und anderen die "Neue Künstlervereinigung München" gründet. Diese Gruppierung wird heute als der Vorreiter des "Blauen Reiter" angesehen. Innerhalb der "Neuen Künstlervereinigung München" entstehen jedoch bald Spannungen, so daß Kandinsky 1911 den Vorsitz niederlegt. Besonders zwischen Kandinsky und Kanoldt kommt es zu starken Auseinandersetzungen, die den Austritt Kanoldts zur Folge haben. Neben Bechtejeff, Carl Caspar, Jawlensky und Klee gehört auch Kanoldt der im 1913 gegründeten Münchner Neue Secession an. Seine künstlerische Laufbahn wird durch den Kriegsausbruch unterbrochen, in den Jahren 1914 bis 1918 leistet er als Offizier Kriegsdienst. Während eines längeren Italien-Aufenthaltes entstehen 1924 multiperspektivische Architekturlandschaften und kühle Raumdarstellungen. Diese Arbeiten stellen einen Neubeginn in Kanoldts Schaffen dar und lassen den Künstler 1925 an der Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in der Kunsthalle Mannheim teilnehmen, wo er neben Beckmann mit dem größten Werkkonvolut vertreten ist. Oscar Moll beruft ihn 1925 an die Breslauer Kunstakademie, die er jedoch 1931 wieder verläßt. Die Familie zieht von Breslau nach Garmisch-Partenkirchen, wo Kanoldt eine private Malschule eröffnet. 1932 wird er Mitglied der Münchner Künstlergruppe "Die Sieben" und nimmt an deren Ausstellungen teil. Kanoldt malt in dieser Zeit vorwiegend Stilleben und italienische Landschaften, die sich in ihrer nüchternen Darstellungsweise an der "Neuen Sachlichkeit" orientieren. Obwohl er noch 1933 als Professor an die Kunstakademie in Berlin berufen wird, gelten seine Werke unter dem NS-Regime als "entartet" und werden 1937 beschlagnahmt. Bereits ein Jahr zuvor mußte er die Professur in Berlin aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Am 24. Januar 1939 erliegt er einem Herzleiden.
  • Suche: olevano-radierungen
nach Büchern über: 

Aktuelle Lose: (zu den Details: Losnr. oder Bild anklicken !)

Zur Zeit keine aktuellen Lose!