Künstler von A bis Z:

Otto Niemeyer-Holstein

Name: Niemeyer-Holstein
Vorname: Otto
Lebensdaten: 1896-1984
Zu Leben und Werk: 1896 Otto Niemeyer wird am 11. Mai als fünftes Kind des international bekannten Völkerrechtlers Prof. Dr. Dr.h.c. Theodor Niemeyer und seiner Frau Johanna in Kiel geboren. 1902-1914 Elementarschule; Oberrealschule. 1905 Die Eltern schenken ihren Kindern das Segelboot „Lütter“, das Otto Niemeyer Anfang der dreißiger Jahre in die Gewässer der Insel Usedom und nach Lüttenort (das ist der „Ort des Lütten“) bringen wird. 1914-1916 Kriegsfreiwilliger; Ausbildung als Husar in Schleswig. Kriegsverletzung; Lazarettaufenthalte; Rekonvaleszent in der Schweiz; beginnt intensiv zu zeichnen und zu malen. 1917 Fügt auf Anraten des Schriftstellers Werner von der Schulenburg seinem Familiennamen die Bezeichnung seiner landschaftlichen Herkunft hinzu und nennt sich fortan Otto Niemeyer-Holstein. 1918 Lernt in Ascona Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin kennen, die ihm wichtige Anreger werden. 1919 Erstmals Beteiligung an einer Ausstellung („Künstler von Ascona“ im Kunstsalon Wolfsberg, Zürich). Malkurse bei Arthur Segal in Ascona, später in Berlin. 1920 Ehe mit Hertha Langwara. Einige Monate an der Kunstakademie in Kassel (Prof. Curt Witte). 1921 Geburt des Sohnes Peter. 1922 Erste eigene Ausstellung in der Galerie Commeter in Hamburg. 1923 Begegnet Paul Klee und Lyonel Feininger. 1924 Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Der Große Bär“ in Ascona. 1925 Scheidung. Übersiedelung nach Berlin. Reise nach Frankreich; Kurse an der Académie Ranson, Paris. 1927 Ehe mit Dr. Annelise Schmidt. 1929 Erste umfassende Einzelausstellung (Berliner „Kunststube“). 1930 Lernt Otto Manigk und Herbert Wegehaupt kennen, die künstlerisch anregende Partner und Freunde werden. 1931/32 Wiederholt auf Usedom. Die Küste wird ein künstlerisches Hauptthema. 1933 Kauf einer Brache zwischen Koserow und Zempin: Lüttenort. Leben in einem ausrangierten Berliner S-Bahnwagen, der später mit Einzelgebäude umbaut wird. Anlage eines „südlichen Malgartens“. 1933-1945 Zurückgezogen auf Usedom. Keine Personalausstellungen. Einige Bilder in öffentlichem Besitz geraten unter NS-Verdikt. 1935 Kauf des Seglers „Orion“; bis 1939 Schiffsreisen nach Skandinavien. 1937 Geburt des Sohnes Günter. 1940 Der nordwestliche Teil der Insel wird als Lenkwaffen-Versuchsgebiet verschärft bewacht; Errichtung einer Militärkontrolle an der „Insel-Taille“. Die jüdische Schwieger-mutter wird in Lüttenort versteckt. 1941 Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste holt bei der Geheimen Staatspolizei Auskunft über ONH und seine Ehefrau ein. 1943/44 Dienstverpfichtungen; Zwangsanstellung bei der Reichsbahn. Tod des Sohnes Peter als Marine-Fernaufklärer überm Skagerrak. 1945 Schnelle Besetzung der Insel Usedom durch sowjetische Truppen verhindert die Aufsprengung der Landenge und die Flutung des Anwesens. 1946 Wieder zunehmend Einzelausstellungen und vermehrt Teilnahmen an zentralen Ausstellungen. 1953 Der Künstler gerät zwischen die Fronten des „Kunststreites“ in der DDR. Die Jury zur 3. Deutschen Kunstausstellung in Dresden lehnt alle eingereichten Bilder Niemeyer-Holsteins ab. 1954 Ausstellung aus dem Gesamtwerk in der Kunsthalle Mannheim. In den folgenden Jahren Ausstellungen im In- und Ausland. 1960 Seereise nach China; zahlreiche Ölbilder und Studien. 1961 Ausstellung in der Berliner Nationalgalerie; Grußwort von Erich Heckel. 1963 Kauf des Diesel-Kutters „Mot-Orion“. Wahl zum Präsidenten der internationalen Ostsee-Biennale. 1964 Zuerkennung des Professorentitels. 1965 Malerreise nach Taschkent, Samarkand und Buchara. 1968 Verweigerung einer offiziellen Zustimmungserklärung zur Niederschlagung des „Prager Frühlings“. Bilder aus dem Gesamtwerk in Santiago de Chile. 1969 Mitglied der Akademie der Künste. Bilder aus dem Gesamtwerk im Kunstsalon Wolfsberg, Zürich. 1970 Fortgesetzte Observierung durch den Staatssicherheitsdienst der DDR. 1971 Herzinfarkt. 1972 Ausstellung im Museo Comunale in Ascona. 1974 Nationalpreis für Kunst (II. Klasse); Kauf der Windmühle in Benz. Ausstellung in der Galerie Neue Meister, Albertinum Dresden. 1975 Ehrenpräsident der Ostsee-Biennale. Ausstellung in Uppsala. 1976 Arbeiten aus sechs Jahrzehnten in der Nationalgalerie Berlin. Fernsehfilm „Signiert links unten: ONH“. 1981 Ausstellung aus dem Gesamtwerk in der Kunsthalle Rostock. 1982 Fernsehfilm „...und der Strand ist meine große Geliebte“. 1984 Otto Niemeyer-Holstein stirbt am 20. Februar 1984 in Lüttenort. Beisetzung auf dem Friedhof in Benz auf Usedom. Tod Annelise Niemeyers am 5. Oktober 1984. 1985 Lüttenort wird Museum und „Ort der Begegnung“ (Vermächtnis). 1991 Lüttenort geht in die Kulturverantwortung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Ausstellung aus dem Gesamtwerk im Schloß Husum. 1995-1997 Zum 100. Geburtstag Ausstellungen aus dem Gesamtwerk u.a. in Rostock, Kiel, Stade, Greifswald, Potsdam, Dresden und Berlin. 1999/2000 Ausstellungsneubau in Lüttenort. Das in räumlicher Nähe zum Atelier des Malers errichtete Gebäude eröffnet den Besuchern einen Überblick über das künstlerische Schaffen Otto Niemeyer-Holsteins.
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