Künstler von A bis Z:

Eugen Spiro

Name: Spiro
Vorname: Eugen
Lebensdaten: 1874-1972
Zu Leben und Werk: 1874 Breslau - 1972 New York Eugen Spiro, geboren am 18.4.1874, studierte zunächst in Breslau, von 1895 bis 1897 als Meisterschüler bei Franz von Stuck an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Nach Aufenthalten in Breslau, München, Berlin und Italien lebte er von 1906 bis 1914 in Paris, wo er mit den Malern des Café du Dome engen Kontakt hielt. Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs nach Berlin zurückgekehrt, etablierte er sich als einer der führenden Porträtisten der Weimarer Republik. Bis 1933 war er Vorstandsmitglied der Berliner Sezession, enge Freundschaften verbanden ihn mit Lovis Corinth und Leo von König. Seit 1924 war er Professor an der Staatlichen Kunstschule Berlin und erteilte seit 1915 privaten Mal-Unterricht (Schüler u.a. Egbert Lammers, Marcelle Cahn und der spätere Dramatiker Peter Weiss). Wegen seiner jüdischen Herkunft 1933 von den Nazis mit Ausstellungsverbot belegt, emigrierte er 1935 nach Paris. Zusammen mit u.a. Max Beckmann, Oskar Kokoschka und Wassily Kandinsky begründete er die Union des Artistes libres, deren Vorsitz er 1938 bis 1939 innehatte. 1940 musste er erneut fliehen und konnte 1941 mit seiner Familie über Marseille, Spanien und Portugal in die USA emigrieren. In New York und Elizabethtown schuf er vorwiegend Bildnisse (u.a. Albert Einstein, Leo Baeck) und Landschaftsgemälde und unterrichtete als Kunstprofessor. In den 1950er/1960er Jahren reiste er im Sommer in verschiedene europäische Länder, wo Landschafts-Aquarelle und -Zeichnungen entstanden. Zahlreiche internationale Ausstellungen würdigten sein künstlerisches Werk. Er starb am 26. September 1972 in New York.
Werke befinden sich u.a. in der Gemäldegalerie Berlin, der Kunsthalle Bremen, der Neuen Pinakothek München, dem Museum of the City of New York, dem Jewish Art Museum London, dem Centre Pompidou Paris, dem Carnegie Museum of Art Pittsburgh und dem Tel Aviv Museum of Art.
Literatur (in Auswahl):
Abercron, Wilko von: Eugen Spiro. Spiegel seines Jahrhunderts. Monographie und Werkverzeichnis, Alsbach 1990
Jaffa, Alisa: Eugen Spiro. A Retrospective, London 2004
Liebrecht, Vera: Eugen Spiro. Leben und Werk, Dissertation an der TH Aachen 1987
Spiro, Peter: Nur uns gibt es nicht wieder. Erinnerungen an meinen Vater Eugen Spiro, meine Vettern Balthus und Pierre Klossowski, die Zwanziger Jahre und das Exil, Köln 2010
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