Künstler von A bis Z:

Martin Noèl

Name: Noèl
Vorname: Martin
Lebensdaten: geb. am 06.11.1956 in Berlin - gest. am 18.11.2010
Zu Leben und Werk: 1980-1987 Studium an der FH Köln (Meisterschüler). Preise und Stipendien: Deutsches Studienzentrum Venedig, Kunststiftung NRW, Atelierstipendium der Letter Stiftung Köln für New York, Perron-Kunstpreis Frankenthal, Kunstpreis der Stadt Bonn, Kunstpreis Junger Westen Recklinghausen, Max-Ernst-Stipendium Brühl. Zahlreiche Werke in öffentlichen Sammlungen, z.B. Museum Schloß Moyland, Deutsche Telekom, Bonn, Kunstmuseum Bonn, Deutscher Bundestag Berlin, Kunstmuseum Düsseldorf, Deutsche Bank Frankfurt/Main, New York Public Library und viele mehr (siehe Google). "Martin Noël (geb. 1956) zählt zu den zeitgenössischen deutschen Künstlern, die mit der Wiederentdeckung der Hochdrucktechnik durch den Linol- und vor allem durch den Holzschnitt einen eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden haben. In seinen Holzschnitten ist das Verhältnis von Linie und Fläche von zentraler Bedeutung. Es lassen sich verschiedene Spannungs- und Kompositionsverhältnisse aufweisen: lineare Verzweigungen und Verästelungen stehen im Gegensatz zu Bündelungen und Verdichtungen. Horizontal oder vertikal auf die Fläche gesetzte Linien erzeugen eine ruhige Komposition, während abgehackte, diagonal gesetzte und nervös wirkende Linien Dynamik und Unruhe hervorrufen. Vor der Arbeit an den Druckstöcken entstehen Zeichnungen, in denen der Künstler die Kompositionen so lange auslotet, bis sie für ihn stimmen: das Gefundene wird einer Bearbeitung unterzogen, Linien werden herauskristallisiert, Größe und Form verändert, die Komposition verwandelt. Erst dann wird der Entwurf ins Holz übertragen. So tritt dem Betrachter eine scheinbar abstrakte Bildkomposition gegenüber, die ihren Bezug zum alltäglichen Leben oder zur bildenden Kunst nicht Preis gibt. Inspirieren lässt sich Noël von Vorgefundenem wie z.B. prägnanten Rissen oder Flecken auf Straßen oder Mauern, die er per Kamera, Transparentpapier oder Skizzenblock festhält. Es können aber ebenso interessante Linienkompositionen in den Werken anderer Künstler sein, die er separiert und bearbeitet. Oft setzen die Linien an einem Bildrand an, enden am anderen und erwecken damit den Eindruck, als gingen sie über den Bildrand hinaus. Die als Fragmente angelegten Einzelbilder nehmen dadurch gleichsam Kontakt auf zu den nächsten Bildern, reichen zu ihnen hinüber und ergeben somit in der Zusammenschau des Ganzen einen eigenen Kosmos aus Linien und Flächen.
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