Künstler von A bis Z:

Rudolf Bauer

Name: Bauer
Vorname: Rudolf
Lebensdaten: 1889-1952
Zu Leben und Werk: Im Jahr 1889 wird Rudolf Bauer im schlesischen Lindenwald bei Bromberg geboren. Er siedelt wenige Jahre später mit seinen Eltern nach Berlin über. An der dortigen Akademie der Künste beginnt Bauer zu studieren, welches er aber nach wenigen Monaten beendet, um sich autodidaktisch weiterzubilden. Es entstehen neben Gemälden, Karikaturen und humoristische Zeichnungen, die u.a. im "Berliner Tageblatt", im "Ulk" und im "Figaro" publiziert werden. Ab 1912 nimmt der junge Künstler zu der von Herwarth Walden gegründeten Zeitschrift und der gleichnamigen Galerie "Der Sturm" Kontakt auf, einem Brennpunkt des deutschen Expressionismus und der internationalen Avantgarde. Drei Jahre später nimmt Rudolf Bauer erstmals an einer Gruppenausstellung in Waldens Galerie teil und lernt Hilla von Rebay kennen, zu der sich eine dauerhafte, für die folgenden Jahre Rudolf Bauers entscheidende Verbindung ergibt. Bis zum Jahr1922 beteiligt sich der Künstler an rund 80 Ausstellungen des "Sturm", unterstützt Walden bei der Organisation der Ausstellungen und ist ab 1918 in der von Georg Muche geleiteten "Sturm"-Kunstschule als Lehrer tätig. Bauer gehört zu den Gründungsmitgliedern der "Novembergruppe", zu der sich allerdings keine engere Zusammenarbeit ergibt. Im folgenden Jahr schließt sich er sich mit dem Maler-Architekten Otto Nebel und Hilla von Rebay zu der Künstlergemeinschaft "Die Krater" zusammen. Nach impressionistischen Anfängen zeigt sein frühes Werk kubistische und expressionistische Einflüsse auf, ab 1915/1916 geht er zu einer abstrakten Bildsprache über, die deutlich in der Nachfolge von Kandinskys Arbeiten steht. Anfang der 20er Jahre setzt sich Rudolf Bauer auch mit dem russischen Konstruktivismus und der holländischen Stijl-Gruppe auseinander. Des Künstlers entschiedene Stellungnahme für die ungegenständliche Malerei gipfelt im Jahr 1929 in der Gründung des privaten Museums "Das Geistreich", welches Bauer als Kunstsalon für abstrakte Kunst führt. Die politische Entwicklung Deutschlands nötigt Rudolf Bauer ab dem Jahr 1932 zum Verkauf einiger seiner Werke nach Amerika. Die Vermittlerin ist hierbei Hilla von Rebay, die inzwischen die Leitung der Guggenheim-Sammlung angenommen hat und im Jahr 1936 eine Wanderschau ungegenständlicher Kunst Europas mit insgesamt 60 Gemälden und Aquarellen des Künstlers Bauer organisiert hat. Nach Bauers Emigration im Jahr 1939 werden seine Arbeiten mehrfach bis zu seinem Tod im Jahr 1952 von der Guggenheim-Stiftung ausgestellt. Bauers umfangreiches Werk, das seit 1960 in den USA und in Europa in Vergessenheit geriet, erlebt seit den 80er Jahren eine Neubewertung. Quelel: Namen der Kunst, zu finden unter bauer-rudolf.de
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