Künstler von A bis Z:

Felix Droese

Name: Droese
Vorname: Felix
Lebensdaten: geb.1950
Zu Leben und Werk:
Felix Droese * 1950 Im Jahr 1970 beginnt Felix Droese an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Peter Brüning und Josef Beuys zu studieren. Nach seiner Wehrdienstverweigerung im Jahr 1969 folgt drei Jahre später sein Zivildienst in der Psychiatrie eines Düsseldorfer Krankenhauses. In dem 1971/1972 entstandenen umfangreichen Zeichnungs-Zyklus "Der Grafenberg" verarbeitet der junge Künstler die dort gemachten Erfahrungen. Droeses Mitarbeit im Vietnamausschuss der Akademie lassen den sich politisch verstehenden Künstler an einer Vietnam-Demonstration in Köln teilnehmen, anschließend muss Droese eine siebenmonatige Haftstrafe verbüßen. Nach erfolgreicher Beendigung seines Studiums setzt er sein Engagement weiter fort. Folgend im Jahr 1977 arbeitet der Künstler bei der Zeitschrift "Spuren" und der Vereinigung "Kultur und Volk" in Köln mit, 1979 kandidiert Droese bei der Kommunalwahl in Düsseldorf für die "Alternative Liste" und organisiert im Jahr 1981 die "Aktion 17.12" für die polnische "Solidarnosc" im Krefelder "Pax-Christi"-Gemeindezentrum. Über die im Jahr 1981 von Beuys gegründete "Free International University" bleibt Felix Droese weiterhin mit seinem Lehrer in Verbindung, der ihn vor allem in seiner Grundsatzhaltung, die Kunst als ein sinnlich wirksames "Befreiungspotential" zu sehen, beeinflusst hat. Im Jahr 1980 werden erstmals Felix Droeses Papierschnitte in einer ersten Museums-Ausstellung in Bochum präsentiert, die als wesentliche künstlerische Ausdrucksform eine zentrale Rolle in seinem Schaffen einnehmen. Die sensible Bearbeitung fragiler Werkstoffe wie Papier, Glas und Textilien erweitert Droeses Schaffen ins Dreidimensionale und ist im Jahr 1982 auf der Documenta mit der monumentalen Papierschnitt-Installation "Ich habe Anne Frank umgebracht" vertreten, in der der Künstler die Mitverantwortung an der Ermordung der Juden thematisiert. Anschließend folgt 1988 die Einladung zur Biennale in Venedig, wo der Künstler im Deutschen Pavillon seine komplexe Installation "Haus der Waffenlosigkeit - Bundesrepublik Deutschland" veröffentlicht. Nach einer regen internationalen Ausstellungspräsenz in den 80er Jahren, nimmt er ab 1990 als Initiator an vielen kunstpolitischen Aktionen teil, u.a. an der Baumpflanzaktion an der ehemaligen Grenze bei Ifta/Thüringen "Volksverhuizing" und führt im Jahr 1999 für das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales in Berlin eine Wandmalerei und drei Holzdrucke aus, die bundesweit heftige Debatten auslösen. Neben seinen Papierarbeiten und Installationen, gehört der Holzschnitt zu Droeses bevorzugten Medien, in denen sich der soziale Ethos dieses für die deutsche Gegenwartskunst bedeutenden Künstlers sinnlich wahrnehmen lässt.
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Vorschau-Bild Droese, Felix
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Vorschau-Bild Droese, Felix
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