Künstler von A bis Z:

Gregor-Torsten KOZIK

Name: KOZIK
Vorname: Gregor-Torsten
Lebensdaten: * 1948
Zu Leben und Werk: Kozik, am 14. Mai 1948 in Hildburghausen/Thüringen als Gregor-Torsten Schade geboren, macht 1965-67 eine Lehre als Offsetretuscheur, besuchte ab 1965 die Abendakademie an der HfGB Leipzig und beginnt 1967 mit dem Kunststudium an der Leipziger Hochschule, das er 1972 mit dem Diplom beendet. Durch die Hochschulbibliothek erhält er erstmals Zugang zur internationalen Malerei und Literatur; er befreit sich von den Fesseln der DDR-Kunstdoktrin und entwickelt seinen eigenständigen Stil. Aus der Bekanntschaft mit den Künstlern Ranft, Morgner, Ranft-Schinke und Claus entsteht die inzwischen legendäre Künstlergruppe „Clara Mosch", die wegen ihres „subversiven Charakters" zum zentralen Objekt der Staatssicherheit wird. 1979 eröffnet Kozik noch unter dem Namen Schade in der Galerie Arkade in Berlin eine aufsehenerregende Ausstellung. Unter dem Titel „Schwarzes Frühstück" agierte Schade mit einer ersten öffentlichen Performance, die in der DDR in einer Galerie gezeigt wurde. Dr. Klaus Werner schrieb zur Eröffnung: „Der Künstler gehört zu den großen Zeichnern in der Kunst unseres Landes. Die Eleganz der Kunstform, die metaphorische Verdrängung der Realität, der Schopenhauersche Glaube an die Produktivität des Genies sind an diesem Werk nicht spurlos vorüber gezogen. Die Anregung ist nicht gesucht. Sie hat sich eingestellt, ist in einen eigenen schöpferischen Bildwechsel eingegangen, der in seiner Ästhetik nie dekorativ, in seiner Verschlüsselung weder gekünstelt noch in seinem Individualismus selbstsicher und augentäuschend geworden ist. Den Rausch des Inszenatorischen überlebt er, indem er den emotionalen Gestus seiner Figuren in die schwarze Stille seiner Meditationsfelder eingehen lässt. Jene konzen­trischen Dialoge zwischen der angedeuteten Körperform und der sonoren Tiefe seiner dunklen Bildzonen prägen den fulminanten Zeichenstil Schades. Sie sind die nachträglichen Zeugen des Versunken-Seins. Der Weg der Entschlüsselung wird mit dem Thema vorgeschlagen: Der Mond drang ein in die triebhafte Stille des Schlafes, Vogelflug und Existenz, zwischen Bajazzo und Engel der Sehnsucht. Die Verschwörer verkaufen die Idee vom Tod..." (Dr. Klaus Werner, Katalog G.-T. Schade, Berlin, 1979) 1985 und 1987 erwirbt Peter Ludwig Arbeiten von Kozik, der damit zu über­regionalem Renommee gelangt und zwischen 1985 und 1988 auch in Kiel, Hamburg und Düsseldorf ausstellen darf. Nach der Wende findet er damit leichter Anschluss an den „freien" Kunstmarkt. Ausstellungen in Berlin, Düsseldorf, Köln, Stuttgart etc., aber auch in Belgien, Luxemburg, Frankreich und Israel sowie Studienreisen in die USA und nach Südafrika folgen rasch aufeinander.
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Vorschau-Bild KOZIK, Gregor-Torsten
Doppelkopf. Holzschnitt, 1989. Aufl.: 10 Ex.
Ausrufpreis/Gebot: 500,00 ¤
Losnr.: 71756