Künstler von A bis Z:

Gertrude Reum

Name: Reum
Vorname: Gertrude
Lebensdaten: 1926 in Saarbrücken geboren
Zu Leben und Werk: Lebensdaten: 1926 in Saarbrücken geboren 1942-46 künstlerische Ausbildung bei Jacob Schug in Saarbrücken (mehrfach durch die Kriegsereignisse unterbrochen) 1947-50 Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, malerische Tätigkeit, dann Übergang zum plastischen Gestalten in Metall 1970 Preis der Jury (Salon International de la Femme, Nizza) seit 1983 Radierungen sowie Serien von neuen Reliefs und Aquarellen 1984 Arthur-Grimm-Kunstpreis Neckar-Odenwaldkreis 1987 Willibald-Kramm-Preis Heidelberg seit 1997 große Metallskulpturen 1998 Erster Anhaltischer Publikumspreis sowie zahlreiche Ausstellungen und Preise Gertrude Reum lebt und arbeitet in Buchen/Odenwald. Metallskulpturen als Markenzeichen Über verschiedene Stilrichtungen, Materialien und Techniken hat die Künstlerin im Laufe von über 60 Jahren experimentierend zu der für sie charakteristischen, informellen Formensprache ihrer Gegenwartskunst gefunden, in der Lichtbahnen und Energiebündelungen je nach Lichteinfall ein Eigenleben zu entwickeln scheinen. Phantasie gepaart mit Erfindungskraft und einem unaufhaltsamen Arbeitsdrang sind Gertrude Reums Stärken. Sie schöpft aus einem unermesslichen Schatz an Visionen. Ihre Ideenfülle bezeichnet sie selbst als ihre wahre Begabung: "Kunst fängt im Kopf an. Das eigentlich Schöpferische ist die Idee". Zu dieser gesellen sich in einer äußerst effektiven Symbiose technische Handfertigkeit und ein Blick für das Schöne, Besondere und Einmalige in jedweder Kreatur, in jedem Relikt der Natur. Zeigen die Frühwerke der 50er und 60er Jahre durchaus noch realistisch-gegenständliche Motive (Odenwaldlandschaften, Blumen, Stilleben, Kinderbilder), so beschritt die gebürtige Saarbrückerin beim plastischen Arbeiten mit Metall völlig neue Wege und kreierte schließlich jenen unverkennbaren Stil, der zum Markenzeichen wurde. Aluminium, Messing, Nickel und Kupfer, vorgestanzte industrielle Formteile, waren Werkstoffe, die sie in der Firma ihres Mannes Carl kennen und für ihre künstlerischen Zwecke nutzen lernte. Runde Formen und das Spiel der Kräfte sowie aufbrechende Strukturen in den Zellstoffreliefs prägen die Arbeiten der 80er und 90er Jahre. Heute beherrschen visuell erfahrbar gemachte Energiebündelungen ihr Werk, abstrahiert auf sich kreuzende (Licht-) Bahnen, die von irgendwo kommen und sich ins Unendliche verlieren: Eben jene signifikanten Stelen und meterhohen Skulpturen aus Chromnickelstahl. Besondere Anerkennungen wie der Arthur-Grimm-Kunstpreis des Neckar-Odenwald-Kreises (1984), der Heidelberger Willibald-Kramm-Preis (1987) oder die Verdienstmedaille der Stadt Buchen (2001) waren der Lohn für das äußerst fruchtbare Schaffen Gertrude Reums. Ihre Arbeiten präsentierte die Buchener Künstlerin in einer Vielzahl von Ausstellungen bundesweit der Öffentlichkeit. Ihre Werke zieren Kirchen, Museen, öffentliche Gebäude und Plätze. Ingrid Eirich-Schaab für „Fränkische Nachrichten“ 24. April 2008
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