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Busse, Hans : Zeichnung (beidseitig) -Der Fahnenträger (1938) / Bildnis (1936)- signiert(Losnr. 100226)

Busse, Hans : Zeichnung (beidseitig) -Der Fahnenträger (1938) / Bildnis (1936)- signiert
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Beginn der Auktion: 13/12/18 14:15:11
aktuelles Datum/Zeit: 18/12/18 12:53:42
Ende der Auktion: 20/12/18 14:15:11
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Verkäufer: MaLaKo ( 29)
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Beschreibung:

TITEL: „Der Fahnenträger“ (recto) bzw. „Bildnis“ [so u.l. (recto) bzw. o.r. (verso) betitelt]; TECHNIK: Kohle (teilweise gewischt) auf Ingrespapier [„Hahnemühle“]; ENTSTEHUNGSJAHR: u.r. datiert „[19]38“ (recto) bzw. u.r. datiert „[19]36“ (verso); BLATTGRÖSSE: 61,7 x 46,5cm; BILDGRÖSSEN: 39 x 32cm (recto) bzw. (etwa) 53 x 36cm (verso); SIGNATUR: jeweils recto & verso u.r. signiert „H. Busse“ ; ERHALTUNGSZUSTAND: durchgehend leichte Druckstellen im Blatt; in den vier Ecken kleine Einstichlöcher; Ecken etwas bestoßen, sowie mit Knickspuren; Blattränder mit kleinen Knickspuren und Quetschungen; im Randbereich etwas nachgedunkelt; leicht fleckig; im Bereich o.l. leicht diagonale verlaufende Stauchung; Ecke o.r. mit leichter Stauchung; am unteren Rand links kleiner Einriss (Länge etwa 1,3cm); am oberen Rand mittig kleiner Einriss (Länge etwa 1cm); am rechten Rand unten minimaler Einriss (Länge etwa 0,3cm) ---Mit 29 Jahren begann Hans Busse sein Kunststudium an der Dresdener Akademie bei Richard Müller. Noch während seiner Studienzeit (1935) heiratete er Albertine Johanna Freya Magdalena, geborene Kemath. Möglicherweise auch vor dem Hintergrund, dass er seine Familie versorgen müsse, wechselte er nach ein paar Semestern zur Ausbildung als Kunsterzieher und schloss das Studium auch als solcher ab. Da er jedoch keine Anstellung fand, begann er erneut eine Ausbildung. Dieses Mal besuchte er eine Handelsschule, was ihm im Anschluss daran zu einer Anstellung beim Forst- und Holzwirtschaftsamt Dresden verhalf. Nichtsdestotrotz war Hans Busse stets malerisch und zeichnerisch tätig, was auch wenige Ausstellungsbeteiligungen in dieser Zeit belegen. Den Zweiten Weltkrieg erlebte er als Soldat und schließlich in Gefangenschaft aus der er 1947 nach Dresden zurückkehrte. Bis 1958 wirkte er in der DDR als Künstler und brachte sich in verschiedenen Vereinen auch an führender Stelle ein. Aufgrund nicht näher bekannter Probleme sah er sich gezwungen am 23. März 1958 nach Mannheim zu ziehen, wobei explizit vermerkt ist, dass sein Wegzug „ohne polizeiliche Abmeldung“ erfolgte (Pätzke 2000: 575). Das Blatt mit den beiden vorliegenden Zeichnungen entstand noch in der frühen Schaffensphase und darf an das Ende seines Studiums bzw. kurz danach eingeordnet werden. Vorderseitig ein mit „Der Fahnenträger“ betiteltes, düsteres Werk von 1938 und rückseitig ein ‚Bildnis‘ von 1936. Wild und entschlossen tritt der junge Mann uns entgegen. Beide Hände fest um die Fahnenstange gelegt, der Oberkörper ist leicht nach hinten gebeugt und der Kopf wendet sich nach rechts. Ein zarter Lichteinfall vom linken Bildrand aus erhellt uns das Antlitz des Jünglings. Das mittellange, blonde Haar liegt wild bewegt im Gesicht, die Augen blicken über die rechte Schulter und der Mund ist zum Rufen, zum Schreien geöffnet. Die Anspannung im Gesicht und die Anspannung der Arme lassen die Bewegung der Fahne erahnen, wobei wir nota bene gar nicht wissen um welche Fahne es sich hierbei handelt. Vielleicht war Hans Busse der ‚Fahnenträger‘ aus Rilkes damals sehr populärem Werk „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ im Sinn, als er diese beeindruckende Zeichnung schuf. Rein vom Kontext her gesehen, ließe sich der Titel auch in Bezug setzen zu damaligen Skulpturen von beispielsweise Josef Thorak, doch fehlt der Szenerie das Pathetische, das Monumentale, was jenen Plastiken eigen ist. Der hier von Busse gezeigte ‚Fahnenträger‘ wirkt deutlich individueller, weniger idealtypisch. Rückseitig zeigt sich dem Betrachter ein düsteres Bildnis einer Person im Dreiviertelausschnitt. Einzig das Gesicht und partiell die zum Herzen erhobene Hand sind aufgehellt. Es zeigen sich dabei markante, harte und ernste Gesichtszüge, die von glatten, längeren Haaren umrahmt werden. Die Augen sind wie zum Gebet geschlossen und die zum Herzen geführte Faust, mag diesen Eindruck noch verstärken. Im rechten Bildbereich deutete Busse weitere Überlegungen zur Ausführung an, ließ diese dann aber unerledigt. In beiden Fällen wunderschöne, überaus dichte Kompositionen.---

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