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Gutbrod, Walter : Kohlezeichnung -ältere Frau an einem Grab- Künstlerstempel, 17.08.1927(Losnr. 96525)

Gutbrod, Walter : Kohlezeichnung -ältere Frau an einem Grab- Künstlerstempel, 17.08.1927
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Beginn der Auktion: 19/08/17 22:19:10
aktuelles Datum/Zeit: 22/08/17 22:48:31
Ende der Auktion: 26/08/17 22:19:10
Verbleibende Zeit: 3 T. 23 Std. 30 min.
Verkäufer: MaLaKo ( 27)
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Beschreibung:

TITEL: o.T. [ältere Frau an einem Grab, auf beigefügtem Blatt die Werknummer in Blei]; TECHNIK: Kreide auf Zeichenpapier; ENTSTEHUNGSJAHR: u.l. datiert „17.VIII [19]27“; GRÖSSE: 27,6x20,6cm; SIGNATUR: verso u.l. Künstlerstempel mit Künstlersignum (drei Noten); ERHALTUNGSZUSTAND: durchgehend leichte Druckstellen; linker Rand mit Abrissspuren; Ecke u.r. mit leichter Knickspur; Ecke o.r. schwach fleckig; VERSANDKOSTEN: EUR 5,- ---Walter Gutbrod begann bereits in Jugendjahren zu malen und zu zeichnen. So datiert das älteste erhaltene Skizzenbuch auf 1920 und bereits zu dieser frühen Zeit lässt sich durchaus das künstlerische Talent Gutbrods erkennen, wie Barbara Lipps-Kant es am Beispiel eines 1921 entstandenen Aquarells ausführt (Barbara Lipps-Kant (2013): Ein reiches Künstlerleben – in Bildern durchmessen, in: Heck, Thomas Leon (Hrsg.): Walter Gutbrod 1908-1998. Malerei und Zeichnung; Dußlingen: Nous-Verlag; S. 7-12 [hier: 8]). Sein Kunststudium absolvierte er schließlich von 1927 bis 1932 an der Stuttgarter Akademie bei u.a. Hans Spiegel, Robert Breyer, Alex Eckener. Auf Wunsch der Eltern belegte er auch Pädagogikkurse, was im Späteren zu seiner langjährigen Tätigkeit als Kunsterzieher v.a. in Ludwigsburg führte. Die vorliegende Zeichnung datiert exakt auf den 17. August 1927 und ist damit in die Anfangsphase seiner Studienzeit einzuordnen. Die schnellen, deutlich sicheren Striche wirken bei dieser werksbiografischen Einordnung umso erstaunlicher. Gutbrod entwirft in expressiv-realistischer Manier eine leicht hügelige Landschaft. Im Hintergrund stehen wenige Bäume, deren Pendant im direkten Vordergrund ein schräg stehendes, bereits beschädigtes hölzernes Grabkreuz ist. Vor diesem steht die hohe, gebeugte Gestalt einer älteren Frau. Der Kopf, das verhärtete Gesicht neigen sich zum Grab, die Arme bleiben mit ihren langen, dürren Fingern dicht am Körper und verweisen damit zugleich auf den mageren Körper der Frau. Durch das zu kurz geratene Kleid, werden zugleich die dünnen Beine wie auch die abgetragenen Arbeitsschuhe sichtbar, was den Eindruck der Armut und des Elends noch verstärkt. Diese zeichnerisch eingefangene Bedrücktheit unterstreicht Gutbrod noch durch eine überaus subtile, wie zugleich auch raffinierte Weise. Die innerbildliche Rahmensetzung mit ihren dunklen Linien erscheint gerade bei der Person als überaus einengend und bedrängend. Der obere, leicht gewellte Rand vermag sich nach unten zu beugen, um den Kopf der Frau noch weiter zu drücken, so dass der Rücken schon beinahe einen Buckel bildet. Beeindruckend expressiv realistische Komposition aus dem frühen Schaffen Walter Gutbrods!---

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