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Hahnle, Franz Berthold : Gemälde -Stillleben mit Laute- signiert, 1942(Losnr. 97408)

Hahnle, Franz Berthold : Gemälde -Stillleben mit Laute- signiert, 1942
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aktuelles Datum/Zeit: 11/12/17 10:20:53
Ende der Auktion: 16/12/17 09:11:04
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Verkäufer: MaLaKo ( 27)
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Beschreibung:

TITEL: „Stillleben mit Laute“ [so betitelt in: Freundes- und Förderkreis Pforzheim Galerie e.V. (Hrsg.) (1996): Franz B. Hahnle [Katalog zur Ausstellung im Alten Pfarrhaus / Stadtmuseum Pforzheim v. 17.03.-12.05.1996]; Pforzheim; S. 41 (farbige Abb. 5)]; TECHNIK: Öl auf Malplatte, komplett aufgezogen auf fester Holzplatte, mit schlichtem Rahmen; ENTSTEHUNGSJAHR: u.r. datiert „1942“; RAHMENGRÖSSE: 77x57,5cm; GRÖSSE: 74,2x55cm; SIGNATUR: u.r. signiert „Hahnle“; ERHALTUNGSZUSTAND: Malplatte komplett aufgezogen auf fester Holzplatte; leicht fleckig; durchgehend kleine punktuelle Farbverluste (im unteren Bildbereich etwas mehr); partiell kleine, dezent und sauber retuschierte Kratzspuren; AUSSTELLUNG: 17.03.-12.05.1996, Altes Pfarrhaus / Stadtmuseum Pforzheim [umfassende Einzelausstellung mit Schwerpunkt auf den Arbeiten der Jahre 1938-58, im Ausstellungskatalog mit Farbabb. (s.o.)]; VERSANDKOSTEN: EUR 30,- ---Der aus Pforzheim stammende Franz Berthold Hahnle studierte ab 1937 an der Karlsruher Akademie und wurde während dieser Zeit deutlich von der dortigen Neuen Sachlichkeit beeinflusst (vgl. hierzu: Anja Eichler (1996): Franz Berthold Hahnle (1921-1993) Neue Aspekte in Leben und Werk, in: Freundes- und Förderkreis Pforzheim Galerie e.V. (Hrsg.): Franz B. Hahnle [Katalog zur Ausstellung im Alten Pfarrhaus / Stadtmuseum Pforzheim v. 17.03.-12.05.1996]; Pforzheim; S. 13-30 [hier: 15f.]). Sein maßgeblicher Lehrer war zu dieser Zeit Georg Siebert, von dessen künstlerischem Ausdruck er sich mit der Zeit jedoch emanzipierte. Ab 1941 war Hahnle im Kriegsdienst und ließ sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Augsburg nieder, wo er sich sowohl als Künstler wie auch mit einer Werbeagentur etablierte. In diesem späteren Werk trat er vor allem als (expressiver) Porträtmaler in Erscheinung, wandte sich gegen Ende jedoch erneut einer (foto-)realistischen Malweise zu. Das frühe Schaffen des jungen Künstlers blieb lange unbemerkt, obgleich gerade die „stilprägenden Arbeiten der Jahre 1938 bis 1958“ (Rainer Kunadt: Grußwort, in: Freundes- und Förderkreis Pforzheim Galerie e.V. (Hrsg.) (1996): Franz B. Hahnle [Katalog zur Ausstellung im Alten Pfarrhaus / Stadtmuseum Pforzheim v. 17.03.-12.05.1996]; Pforzheim; S. 7) eine erstaunliche hohe Qualität aufweisen. In Bezug zu dieser frühen Schaffenszeit Hahnles schreibt Anja Eichler: „Die Malweise tilgt alle Spuren des Malvorgangs. Dargestellte Gegenstände sind auf akribische Weise stofflich differenziert. Sie wurden gleichsam ‚viviseziert‘, d.h. der künstlerische Duktus zugunsten einer nahezu illusionistischen, in manchen Werken Hahnles fast fotorealistischen Wiedergabe aufgehoben. […] Je nüchterner und sachlicher die Gestaltung, desto deutlicher trat schon nach der Auffassung der neusachlichen Maler das Wesen der Dinge hervor. Hahnle löst sich mit Anknüpfung an diese Stilmittel vom plakativen Realismus seines Lehrers Georg Siebert, dessen Werke offensichtlich dem Zeitgeist der nationalsozialistischen Kunstauffassung entsprachen“ (Eichler 1996: 16). Das vorliegende ‚Stillleben mit Laute‘ ist in diese Schaffensphase einzuordnen. Der Künstler stand zu dieser Zeit gerade einmal im 21. bzw. 22. Lebensjahr, was auf das erstaunliche Talent Hahnles verweist. Das Gemälde war zudem Teil der großen Pforzheimer Ausstellung im Jahr 1996. Das Bild wird vom Künstler in zwei Bereiche separiert. Im Vordergrund ein Interieur samt Stillleben mit Laute, Maske, rosa Veilchen und einem blauen Tuch. Und im linken Bildbereich blicken wir über einen kleinen Mauervorsprung hinweg auf eine Stadtansicht mit ihren kühlen, neusachlich gezeigten Dächern. Weite und Nähe werden so zu einer innerbildlichen Spannung, die den Blick den Betrachters immer wieder hin und her schweifen lässt. Doch mag diese Spannung als überaus bereichernd empfunden werden, da diese doch inhaltlich kein Kontrast darstellt. In der Wirkkraft des Gezeigten überwiegt in allem das klar strukturierte Element, welches alles Nebensächliche ausblendet. Unweigerlich erhält die Ansicht dadurch eine gewisse Schwermut, welche durch das eigenwillige Stillleben noch verstärkt wird.---

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