Künstler von A bis Z:

Hy, Karl Otto : Zeichnung -Bildnis eines jungen Mannes- signiert, 1934(Losnr. 98288)

Hy, Karl Otto : Zeichnung -Bildnis eines jungen Mannes- signiert, 1934
Ausrufpreis: 550,00 ¤
Nächstes mögliches Gebot: 550,00 ¤
Sofort-Kauf-Preis: Information 550,00 ¤
Beginn der Auktion: 13/01/18 14:28:25
aktuelles Datum/Zeit: 20/01/18 01:46:48
Ende der Auktion: 20/01/18 14:28:25
Verbleibende Zeit: 0 T. 12 Std. 41 min.
Verkäufer: MaLaKo ( 27)
Standort:  

Beschreibung:

TITEL: o.T. [Bildnis eines jungen Mannes]; TECHNIK: Bleistift auf sandfarbigem Velinpapier; ENTSTEHUNGSJAHR: u.r. datiert „[19]34“; SIGNATUR: u.r. signiert „K.O. Hy“; BLATTGRÖSSE: 49,7x37,2cm; ERHALTUNGSZUSTAND: leichte Druckstellen im Blatt; im unteren Blattbereich, sowie mittig vereinzelte kleine bräunliche Flecken; im Blattbereich rechts mittig kleine Tuscheflecken; Ecke o.l. mit kleiner Knickspur; Ecke u.l. mit minimaler Stauchung; linker Blattrand leicht uneben zugeschnitten; oberer Blattrand mit leichten Abrissspuren; VERSANDKOSTEN: EUR 7,- ---Nach seinem Studium an den Kunstgewerbeschulen in Mainz und Wiesbaden (1925-29) war Karl Otto Hy seit 1930 freischaffend als Künstler wie auch als Architekt tätig. Neben der beruflichen Arbeit für Unternehmen und Firmen, entstanden in der Freizeit Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde, welche vornehmlich einen kühlen, an die Neue Sachlichkeit anlehnenden Ausdruck zeigen. Diese auf 1934 datierte Zeichnung stellt den Betrachter vor das Bildnis eines jungen Mannes. Die Brille, wie auch die nach hinten gekämmten Haare lassen an einen Intellektuellen oder/und einen Künstler denken. Die explizite Nichtnennung des Namens, verweist auf die durchaus gewollte Entindividualisierung des Gezeigten zugunsten einer Typisierung. Den Fokus legte Hy demnach nicht auf die persönliche Identität des Mannes, sondern vielmehr auf die Darstellung einer Stimmungslage, eines Gemüts, welches er für einen bestimmten (Menschen-, Rollen-)Typus – in diesem Falle also ein Intellektueller bzw. ein Künstler – als prägnant empfand. Die in Ansätzen angedeuteten Schultern hängen herab und auch der Kopf zeigt eine leichte Neigung nach unten, womit die Blickrichtung der ins Leere führenden Augen explizit unterstrichen wird. Alles wirkt ohne Anspannung und ohne Kraft. Einzig in den Zügen des schmalen Gesichts mag man gewisse Muskelbewegungen zu erkennen. Zum Menschenbild der Neuen Sachlichkeit schreibt Beate Reese: „In entsprechender Weise verlagerte sich […] der Blick vom malenden Subjekt auf das zu malende Objekt, seine äußere Erscheinung, seine psychischen und körperlichen Defekte und auf die Rolle, die der Mensch im gesellschaftlichen Leben einnimmt. Die Attitüde und die Inszenierung, welche die Frage nach dem Verhältnis von Selbst- und Fremdbild, Maske und wahrem Ich erneut aufwerfen, treten an die Stelle abgebildeter Wirklichkeit. Melancholie evozieren weniger tradierte Motive, als die überwiegend isoliert gezeigten Bildfiguren […] Die Einsamkeit, die in der Kunst des 19. Jahrhunderts unter dem Eindruck neuer psycho-sozialer Erfahrungen mit Melancholie verbunden wurde, gewinnt in der Neuen Sachlichkeit erneut an Relevanz“ (Beate Reese (1998): Melancholie in der Malerei der Neuen Sachlichkeit; Frankfurt: Lang; S. 228). Und weiter schreibt Reese explizit zu den Bildfiguren, dass diese „erstarrt und in sich gekehrt, in ihren Impulsen gehemmt und gelähmt [erscheinen], was in der Rezeption als Fremdheit, als Kälte und als Beziehungslosigkeit erfahren wird“ (ebd.; S. 229). Diese hier kurz skizzierte Melancholie und deren künstlerische Ausdrucksformen mag der Betrachter auch in diesem Bildnis Karl Otto Hys erfahren. Wie aus der Zeit genommen, scheint der Dargestellte keinerlei Notiz von seinem Umfeld zu nehmen. Er ist vollends in Gedanken, passiv und zwingt förmlich durch seine ‚Augenmelancholie‘ (ebd.; S. 105ff.) den Betrachter zum Innehalten und Ruhen.---

Hinweis an den Bieter:

Üblicherweise gewährt der Verkäufer ein 14-tägiges Rückgaberecht, Versandkosten trägt der Käufer. Abweichungen hiervon sollten ausdrücklich in der Beschreibung aufgeführt sein. Vor Abgabe eines Gebotes sollte der Bieter auch alle anderen offenen Fragen, z.B. zum Zustand des Bildes und den Versand- und Zahlungsmodalitäten, mit dem Verkäufer klären. eART.de übernimmt keinerlei Gewähr für die Angaben zum Objekt.

Mitbieten zum nächstmöglichen Gebotspreis:

Gebot: 550.00

Höchstgebot

eART.de erhöht Ihr Gebot, wenn nötig, solange, bis Ihr Maximalgebot erreicht ist. Das Maximalgebot bleibt dabei für andere verborgen.

Sofort kaufen für 550.00 €

zum Thema Sofort-Kaufen

Achtung! Durch Wahl dieser Option kommt sofort ein Kaufvertrag zum o.a. Preis zustande. Das Los wird geschlossen, Sie erhalten den Zuschlag und eine weitere Abgabe von Geboten ist nicht mehr möglich.
Diese Option steht nicht mehr zur Verfügung, sobald ein Gebot auf dieses Los abgegeben wurde.

Untergebot abgeben:

zum Thema Untergebot

Der Bieter ist 14 Tage an sein Untergebot gebunden. Wenn der Verkäufer seinen Ausrufpreis während dieser Zeit auf die Höhe des höchsten Untergebots senkt, wird dieses in ein ordentliches Gebot umgewandelt, welches nach Ablauf der Auktionszeit den Zuschlag erhält (falls es nicht mehr überboten wird).